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Lokalsport
Sportfreunde Vorst II steigen in die Kreisliga B auf

Jüchen. Der Elf von Trainer Ottomar Dohmen gelingt 4:3-Sieg in einem packenden Relegationsspiel gegen die DJK Rheinkraft II. Von Lucas Beyer

Nach dem befreienden und erlösenden Schlusspfiff rannten alle Vorster Spieler und Funktionäre auf den Rasen und lagen sich jubelnd in den Armen. Nach einer bis zur letzten Sekunde spannenden Partie setzte sich die Mannschaft von Trainer Ottomar Dohmen auf der Jüchener Sportanlage an der Stadionstraße mit 4:3 gegen die Reserve der DJK Rheinkraft durch. Vorst II steigt damit in die Fußball-Kreisliga B auf, während des Relegationsspiels holte die Mannschaft dabei einen 1:3-Rückstand auf.

Vor rund 250 Zuschauern zeigten sich beide Mannschaften von der ersten Sekunde an motiviert bis in die Haarspitzen. Die Zweikämpfe wurden ruppig geführt und schon früh spielten sich beide Mannschaften Torchancen heraus. Nach einer Viertelstunde nutzte Devrim Celik eine davon und brachte Rheinkraft mit 1:0 in Führung. Den Vorstern blieb keine Zeit, um sich von dem Rückstand zu erholen. Nur eine Minute später traf Stürmer Timo Arvantidis, nach einem langen Pass von Celik eiskalt in die rechte untere Ecke und erhöhte auf 2:0. Mit einer ordentlichen Portion Frust holte sich der Vorster Abwehrspieler Sven Vom Berg nach einem brutalen Foul in der 19. Minute eine Rote Karte ab. Rheinkraft spielte also von nun an in Überzahl.

Statt sich aufzugeben, fingen die Vorster an, immer mehr Druck auszuüben. In der 26. Minute wurde das Anrennen durch den Anschlusstreffer von Jan Dubbel zum 1:2 belohnt. Doch Rheinkraft antwortete prompt: Nur eine Minute später traf Diogo Rado durch einen Schuss vom Elfmeterpunkt zum 3:1 für die Neusser. Das Spiel schien schon fast gelaufen und bis zur Pause waren Chancen auf beiden Seiten Mangelware.

Am Anfang des zweiten Abschnitts zeigten die Vorster dann direkt, was ihre Devise für die zweite Halbzeit ist. In einer Folge von sehr guten Chancen traf erneut Jan Dubbel in der 73. Minute zum 2:3-Anschlusstreffer. Die Spieler der DJK schienen nun etwas die Nerven zu verlieren. Nach einem Foulspiel abseits des Balles sah Marcus Mozigemba die Rote Karte. Es standen sich nun je neun Feldspieler gegenüber und Vorst übernahm die Initiative. In der 81. Minute glich Simon Albert durch einen satten Schuss aus. Vier Minuten vor dem Ende sorgte Kapitän Martin Lürken dann für den 4:3-Führungstreffer der Mannschaft von Ottomar Dohmen.

Dem Trainer der DJK Rheinkraft, Georgios Arvanitidis, fiel es nach dem Spiel schwer, Worte für die verlorene Partie zu finden. "Am Ende war es der Schiedsrichter, der die Vorster durch seltsame Entscheidungen wieder ins Spiel gebracht hat", sagte Arvanitidis. Ganz anders war die Reaktion natürlich auf der anderen Seite bei Ottomar Dohmen: "Wir haben nie aufgegeben, weil wir wussten, irgendwann rutscht der Ball durch. Die Jungs haben es sich verdient. Es war ein packendes Finale und jetzt wird erstmal der Aufstieg gefeiert."

Quelle: NGZ
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