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Lokalsport
Spurt in den Mai

Büttgen. Mit Lokalmatador Nils Schomber an der Spitze ist der "Spurt in den Mai" im Sportforum Büttgen so stark besetzt wie lange nicht mehr. Von Volker Koch

Totgesagte leben länger: Nachdem mancher in den vergangenen Jahren schon das Ende der Traditionsveranstaltung heraufdämmern sah, meldet sich der "Spurt in den Mai" bei seiner 38. Auflage auf dem Holzoval des Büttgener Sportforums an der Olympiastraße kraftvoll zurück.

Das liegt auch, aber nicht nur daran, dass Nils Schomber am 30. April seiner "Heimatbahn" einen Besuch abstattet. "Dass Nils wieder bei uns fährt, freut mich sehr", sagt Friedhelm Kirchhartz. Nicht nur wegen der Verpflichtung des in den Rennfarben des VfR Büttgen groß gewordenen Lokalmatadors aus Grevenbroich spricht der Gesamtleiter der Büttgener Radsporttage seinem Sportlichen Leiter Andreas Beikirch ein hohes Lob aus: "Er hat bei der Zusammenstellung des Fahrerfeldes ganze Arbeit geleistet."

Die im Nachhinein noch dadurch aufgewertet wurde, dass Lucas Liß, Schombers Teamkollege beim rad-net Rose-Team, in der Vorwoche mit der Silbermedaille im Scratch dekoriert von den Bahnrad-Weltmeisterschaften aus Hongkong ins heimische Bergkamen zurückkehrte. Der 25-Jährige geht beim "Spurt in den Mai" als Titelverteidiger an den Start, allerdings mit einem anderen Partner als 2016. Denn Liß bestreitet das Zweier-Mannschaftsfahren nach Art eines Sechstagerennens zusammen mit seinem zehn Jahre älteren Teamkollegen Leif Lampater - und dürfte mit dem neunfachen Sechstagesieger zum Kreis der Top-Favoriten um den Sieg im "Großen Preis der Sparkasse Neuss" zählen.

Aber nur zum Kreis. Denn zwei andere Duos dürften keinesfalls schwächer einzuschätzen sein. Das gilt vor allem für die Routiniers Andreas Müller - der 37 Jahre alte Österreicher mit Wohnort Berlin gewann in Büttgen bereits drei Mal, zuletzt 2016 an der Seite von Lucas Liß - und Marcel Kalz (30), der als jüngste Empfehlung den Sieg beim Bremer Sechstage-Rennen mit auf die Bahn im Sportforum bringt.

Das gilt aber auch für Nils Schomber. Denn der Grevenbroicher fährt mit seinem rad-net Rose-Teamkollegen Henning Bommel, mit dem zusammen er in Rio de Janeiro mit neuem deutschen Rekord Olympiafünfter mit dem Bahnvierer wurde. Für Schomber, der auf die WM in Hongkong verzichtete, ist es das erste Bahnrennen seit dem olympischen Finale von Rio, Bommel (34), neben Leif Lampater der älteste im Nationalkader von Bahnrad-Bundestrainer Sven Meyer, gehörte zum deutschen Vierer, der bei der WM nicht über den zwölften Rang hinaus kam (die NGZ berichtete).

Außer Nils Schomber sind weitere Lokalmatadoren im Feld der acht Zweier-Mannschaften dabei: Sven Thurau (20), mit dem Dauner Pro Cycling Team schon erfolgreich auf der Straße unterwegs, wagt an der Seite von Hans Pirius einen Abstecher auf seine Heimatbahn. Und mit Alexander Görres (24) und dem erst 18-jährigen Felix Imbery ist sogar eine reine Vereinsmannschaft des VfR Büttgen am Start.

Während der "Spurt in den Mai" nach bewährtem Muster abläuft, wartet das Straßenrennen am 1. Mai mit einer Neuerung auf: Es endet nicht wie bisher mit dem Eliterennen der Männer über 72 Kilometer - dessen Start ist für 15.10 Uhr vorgesehen - sondern mit den zum Westdeutschen Speedskating Cup zählenden Rennen der Speedskater um 17 Uhr (Damen) und 17.40 Uhr (Herren). "Heimlicher Höhepunkt" sind aber wieder die "Erste-Schritt-Rennen" um den Peter-Kirchhartz-Gedächtnispreis ab 12.35 Uhr.

Quelle: NGZ
 
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