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Lokalsport
Stelldichein der "Tour-Helden" auf dem Rathausplatz

Büttgen. Radsportgrößen aus Büttgen und ihre Wegbegleiter machen das Fest am 2. Juli zu einem Stück Sportgeschichte.

Das Fest auf dem Büttgener Rathausplatz wird am 2. Juli auch ein Treffen der Rad-Legenden sein. So wird etwa der erfolgreichste niederländische Radrennfahrer am Tour-Sonntag dabei sein: Der Niederländer Joop Zoetemelk siegte im Jahr 1980 in der Gesamtwertung bei der Tour de France, sechs Mal belegte er den zweiten Platz. Schon im Jahr 1968 gewann der heute 70-jährige die Goldmedaille im 100-Kilometer-Mannschaftszeitfahren bei den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt. 1970 begann er seine Profi-Karriere und erreichte im gleichen Jahr den zweiten Platz bei der Tour de France. Insgesamt startete er 16 Mal bei der Tour - und erreichte immer das Ziel in Paris. Joop Zoetemelk trug an 22 Tagen das Gelbe Trikot und gewann insgesamt zehn Etappen. Neben der Tour de France konnte er im Jahr 1979 auch die Vuelta a España gewinnen. Für eine große Überraschung sorgte er dann im Jahr 1985 mit dem Gewinn der Straßenrad-Weltmeisterschaft - im Alter von 38 Jahren.

Auch Markus Fothen war beim härtesten Radrennen dabei: 2006 nahm er im Alter von 24 Jahren an der Tour de France teil, konnte auf der dritten Etappe das Weiße Trikot des besten Jungprofis erobern - und wurde am Ende Zweiter. Bereits drei Jahre zuvor war er in der U23 Europa- und Weltmeister im Zeitfahren und beim Giro d'Italia im Jahr 2005 Zwölfter im Gesamtklassement geworden. Markus Fothen beendete seine Karriere im Jahr 2013 aus gesundheitlichen Gründen.

Als "Tour-Botschafter" hat sich Fothen seit Monaten für die "Tour hautnah" in Kaarst eingesetzt - gemeinsam mit Udo Hempel und Günther Schumacher. Die beiden Radsportveteranen gehörten zum legendären "Gold-Vierer" von Bundestrainer Gustav Kilian. Mit Jürgen Colombo und Günter Haritz - die auch zum Tour-Fest in Büttgen erwartet werden - gewannen Hempel und Schumacher in der Vierer-Mannschaftsverfolgung bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München die Goldmedaille gegen die Mannschaft der DDR. In den Jahren 1970 und 1973 errang der Bahnvierer dann den Weltmeistertitel. 1973 wurde er zur Mannschaft des Jahres gewählt.

(dagi)
 
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