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SV Hemmerden stellt sich nach Abstieg neu auf

Lokalsport: SV Hemmerden stellt sich nach Abstieg neu auf
Soll in Hemmerden Führungsspielerin bleiben: Laura Rösgen. FOTO: H. jazyk
Rhein-Kreis. Mit dem Abstieg in die Landesliga hat die Dominanz des SV Hemmerden im Frauenfußball des Rhein-Kreises vorerst ein Ende gefunden. Gleichzeitig war er die folgerichtige Konsequenz einer Entwicklung, aus der der SVH nun die nötigen Schlüsse gezogen hat. Der Umbruch ist eingeleitet, der Kader stark verjüngt.

So werden beim Auftaktspiel gegen den SV Bayer Wuppertal morgen (Anstoß 13.15 Uhr) unter anderem auch acht Eigengewächse aus der U17 zum Kader gehören, die die alte Garde auf lange Sicht ersetzen sollen. Ausgebildet wurden sie von der Hemmerdener Trainerlegende Fritz Gartner, unter dessen Leitung die SVH-Frauen von 2004 bis 2007 in der Regionalliga spielten. Hinzu kommen die Neuzugänge Joelle Nicolai (PSV Neuss) und Nicola Herzberg (VfR Unterbruch), mit denen der Absteiger in der Landesliga eine gute Rolle spielen sollte. Auf ein Ziel will Trainer Richard Dolan sich aber noch nicht festlegen: "Unser Ziel ist es, in der Landesliga anzukommen, die neuen, jungen Spielerinnen zu integrieren. Was dann am Ende dabei 'rauskommt, werden wir sehen."

Über den Erwartungen bewegte sich in den letzten beiden Jahren hingegen der künftige Hemmerdener Lokal- und Ligarivale SV Rosellen, dem aber ein schwieriges drittes Jahr bevorstehen könnte. Grund dafür ist das Fehlen gleich dreier Spitzenspielerinnen: Jana Phadt, im Vorjahr die zweitbeste Torschützin, und Tessa Nußbaum legen studien- und ausbildungsbedingt eine Pause ein, Defensivspezialistin Jennifer Menningen, die im Januar sogar zur NGZ-Sportlerin des Monats gewählt wurde, wird mit einer schweren Bänderverletzung wohl erst in der Rückrunde wieder zurückkehren. "Wir sehen diese Saison als schwierige Sache an. Unser Augenmerk liegt auf der Integration der jungen Spielerinnen, die wir auch schon in den vergangenen Jahren eingebaut haben", sagt Co-Trainer Hans-Georg Solf, der morgen ab 17 Uhr im TSV Kaldenkirchen einen Hochkaräter erwartet.

Den gleichen Weg schlägt auch die SVG Weißenberg ein, die ebenfalls vier Spielerinnen aus dem Nachwuchs einbauen möchte. Dass der Kader die nötige Qualität hat, um ganz oben mitspielen zu können, bewies bereits die Vorsaison, die das Team von Trainer Guido Brenner als Tabellenvierter abschloss. Um 15 Uhr ist Weißenberg morgen beim SV Hilden-Nord zu Gast, den die SVG im Vorjahr zweimal geschlagen hatte. Brenner gibt sich kämpferisch: "Das zweite Jahr ist ja immer das schwerste. Wir versuchen aber trotzdem, unter die ersten Fünf zu kommen und vielleicht sogar die beste Mannschaft aus dem Kreis zu sein."

(pas-)
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