| 00.00 Uhr

Lokalsport
Taktik-Fanatiker und Kumpeltyp für den SCK

Kapellen. Von seinen bisherigen Arbeitgebern in der Fußball-Oberliga ist nur Gutes über Kapellens neuen Trainer Toni Molina (43) zu hören. Von Dirk Sitterle

Paul Rösgen ist sich sicher. "Toni Molina ist genau der richtige Trainer für uns", sagt der Obmann des Fußball-Oberligisten SC Kapellen. Auch darum machte er nur gut einen Monat nach dem berufsbedingten Ausstieg von Chefcoach Frank Mitschkowski, der die Mannschaft mit einer Serie von acht Spielen ohne Niederlage auf Rang sechs geführt hatte, noch vor dem Wochenende Nägel mit Köpfen.

Wenn der 43-Jährige, noch bis zum Saisonende bei Kapellens Ligarivalen ETB SW Essen unter Vertrag, ab dem 1. Juli im Erftstadion übernimmt, kann er auf ein bewährtes Trainerteam bauen. Denn Wolfgang Brück, der im Sommer auf eigenen Wunsch wieder auf den Posten des Co-Trainers rückt - diese Position hatte er bis zu seiner Beförderung auch unter Mitschkowski inne - sowie der für die Torleute zuständige Hubert Büchel bleiben dem SCK erhalten. Rösgen verfolgt die Arbeit des vor seinem Engagement am Uhlenkrug beim Oberligisten VfB Hilden beschäftigten Spaniers schon seit längerem, ist darum überzeugt, dass er das spezielle Anforderungsprofil des SC Kapellen erfüllt. "Auch nach dieser Saison rücken aus unserem Nachwuchs wieder zahlreiche Talente in den Seniorenbereich auf. Darum sind wir an Trainern interessiert, die einen Draht zu jungen Spielern haben."

Molinas ehemalige Kicker wissen jedenfalls nur Gutes über ihn zu berichten. Patrick Percoco (23), der mit seinem Landsmann von 2013 bis 2015 in Hilden zusammengearbeitet hat, schätzt an Molina vor allem "seine Ehrlichkeit". Darüber hinaus bringe er auch fachlich alles mit, sei einfach "ein Supertrainer und ein Taktik-Fanatiker." Ins gleiche Horn stößt VfB-Kapitän Fabian Andree, der nach dessen Abgang in Hilden feststellte: "Toni war ein absoluter Glücksgriff für den VfB, weil er gute Arbeit leistet. Er hat eine gute Mischung zwischen Ernsthaftigkeit und Kumpeltyp. Das hat er gut drauf, und in allem ist er sehr professionell."

Auch für den ETB SW Essen, bei dem Toni Molina erst zu Saisonbeginn die Nachfolge von Mircea Onisemiuc angetreten hatte, stellt Vorstandsvorsitzender Heinz Hofer im "RevierSport" klar: "Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht. Da war kein Zwist, so eine ruhige Gangart mit einem Trainer hatten wir noch nie." Noch im Dezember hatte der Sportliche Leiter Peter Schreiner, der die Essener ebenfalls am Saisonende verlassen wird, darauf gedrängt, mit Molina zu verlängern. Weil sich der ETB indes nicht unter Zeitdruck wähnte, der, laut eigener Aussage, auch von anderen Vereinen umworbene Coach jedoch möglichst schnell Planungssicherheit für sich haben wollte, nahm er schließlich das Angebot aus Kapellen an. Einen Schritt, den er gegenüber dem "RevierSport" so begründete: "Ich habe mich nicht gegen den ETB, sondern für eine neue Aufgabe entschieden."

An der Erft ist man darüber ziemlich froh, sieht sich Rösgen doch in der Pflicht, die stets schwierigen Personalplanungen für die nächste Spielzeit noch im März abzuschließen. "Und in den Gesprächen mit den Spielern, auch denen, die vielleicht gerne zu uns kommen möchten, ist es natürlich von entscheidender Bedeutung, wer die Mannschaft trainieren wird." Für Molina habe außerdem gesprochen, so Rösgen weiter, "dass es für ihn außer Frage steht, dass wir den Klassenerhalt in der Oberliga schaffen. Das ist für ihn überhaupt kein Thema." Mit drei Führungsspielern ist sich der SCK bereits einig geworden: Ihre Zusage für die Saison 2016/17 gegeben haben: Torhüter Christopher Möllering sowie David Dygacz, Frederik Leufgen und Tim Rubink.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Taktik-Fanatiker und Kumpeltyp für den SCK


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.