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Lokalsport
Talsohle durchschritten

Rhein-Kreis. Nach zwei schwierigen Jahren ist der SV Uedesheim in der Bezirksliga wieder auf dem Weg nach oben. Kaarst empfängt Rommerskirchen. Von Christos Pasvantis

Nach sechs Spieltagen liegen in Kaarst und Uedesheim zwei Kreisvertreter an der Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga. In ihren Heimspielen stehen beide vor schweren Aufgaben. Verfolger Lürrip bekommt es mit der DJK Gnadental zu tun.

SV Uedesheim - TuS Grevenbroich. Abgesehen vom Bau des Kunstrasenplatzes gab es vom SV Uedesheim in den vergangenen zwei Jahren kaum positives zu berichten. Erst der sang- und klanglose Abstieg aus der Oberliga, deren Erreichen zweifelsohne das größte Erfolgserlebnis der Vereinsgeschichte war, dann der Rücktritt von Kult-Trainer Ingmar Putz und schließlich der nie für möglich gehaltene direkte Abstieg in die Bezirksliga, gepaart mit dem Abgang des halben Kaders. Nach fast 20 von durchgängigem Erfolg geprägten Jahren ist der SVÜ im Sommer mit einem gewaltigen Kater erwacht - und hat anscheinend die richtigen Schlüsse gezogen. Ob nun aus Überzeugung oder mangels Alternativen: die sportliche Führung um Neu-Trainer Guido Kopp setzt endlich auf den eigenen Nachwuchs. In Lars Wyschanowski (21) und Kevin Dyla (18) gehören zwei frische Kräfte zum Stamm. Das zu Saisonbeginn klaffende Loch in der Innenverteidigung stopft in Michael Maschke ein aus der Reserve hochgezogener 22-jähriger, der im Vorjahr in der Kreisliga B noch Stürmer war. Fester Bestandteil des Kaders sind auch David Schiefer (24) und David Hoeveler (19). Das klappt bislang hervorragend: nach fünf Siegen und einem Unentschieden grüßt Uedesheim von (fast) ganz oben, vor allem die neu zusammengestellte Offensive aus Mo Salou, Hussein Hammoud und Dwight Granderath funktioniert. Das Trio erzielte schon 16 Tore, insgesamt war Uedesheim 21 Mal erfolgreich.

Doch Kopp warnt: "Man muss auch unser Auftaktprogramm beachten, das uns sicherlich in die Karten gespielt hat. Die Knaller wie Kapellen und Kaarst kommen noch. Außerdem darf mit unserem dünnen Kader nicht viel passieren." Der TuS dürfte morgen bereits ein anderes Kaliber als Neuwerk, der PSV Mönchengladbach oder Schiefbahn sein. "Das ist eine kompakte, erfahrene Mannschaft", meint Kopp. Mit dem 4:2 gegen Lürrip zeigten die Grevenbroicher, dass mit ihnen zu rechnen ist. "Das Spiel am Sonntag wird ähnlich laufen wie das gegen Lürrip. Wir wollen genauso geordnet spielen, stabil stehen und auch unbedingt drei Punkte aus Uedesheim mitnehmen", sagt Coach André Theißen.

SG Kaarst - SG Rommerskirchen/Gilbach. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt - darunter das 1:8 in Meerbusch - gewann Rommerskirchen zuletzt dreimal. So langsam füllen sich die Reihen von Trainer Oliver Lehrbach, der zu Saisonbeginn noch über zehn Spieler verletzungsbedingt vermisste. Dirk Schneider, Trainer des Tabellenführers, ist sich sicher: "Das wird ein schweres Spiel. Und das sage ich nicht nur aus Respekt, denn wir haben letztes Jahr zweimal gegen Rommerskirchen verloren." Die Tabellenführung möchte er natürlich dennoch behalten: "Wir wollen zeigen, dass wir keine Eintagsfliege sind." Auch dass in Alexander Sitter einer der formstärksten Kaarster ausfallen wird, macht ihm keine Sorgen: "Wir sind gut besetzt und können das kompensieren." Als Ersatz steht Alexander Cule bereit, der zuletzt nur von der Bank kam.

Holzheimer SG - TSV Meerbusch II. Während Meerbusch mit sechs Punkten aus fünf Spielen enttäuschte, startete die HSG mit acht Zählern "nicht gut, aber ordentlich", wie Trainer Guido van Schewick meint. Für Sonntag hat er einen klaren Plan: "Wir wollen uns nicht hinten 'reindrängen lassen und mitspielen."

SV Lürrip - DJK Gnadental. "Für uns wird es auf einem tiefen Rasen ganz schwer", glaubt DJK-Trainer Jörg Ferber. Seine Elf hat zuletzt immerhin dreimal in Serie nicht verloren.

Weiterhin spielen: SF Neuwerk - SC Kapellen II, 1. FC Mönchengladbach II - TSV Bayer Dormagen.

Quelle: NGZ
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