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Lokalsport
Tanja Spill legt starkes Finish hin

Dormagen. Bei den Deutschen U23-Meisterschaften in Leverkusen läuft die Leichathletin des TSV Bayer Dormagen über 800 Meter auf Rang zwei und holt Staffel-Bronze. Von Dirk Sitterle

Auch wenn Tanja Spill bei den in Leverkusen ausgetragenen Deutschen U23-Meisterschaften ihren Titel über 800 Meter nicht verteidigen konnte, kehrte die junge Leichtathletin des TSV Bayer Dormagen zufrieden an den Höhenberg zurück.

Die 21-Jährige hatte sich mit der drittbesten Vorlaufzeit (2:11,54 Minuten) souverän für das Finale am nächsten Tag qualifiziert. Entsprechend mutig ging sie das Rennen an, setzte sich gleich zu Beginn an die Spitze. Nach rund 200 Metern übernahm jedoch Mareen Kalis (LG Stadtwerke München), die unbedingt die bei 2:03,50 Minuten liegende Norm für einen Start bei der U23-EM im polnischen Bydgoszcz (Bromberg) angreifen wollte. Das gelang ihr in 2:05,13 Minuten zwar nicht, dafür durfte die 20-Jährige ihren ersten U23-Titel feiern. Tanja Spill blieb lange in Schlagdistanz, musste auf der Schlussrunde aber abreißen lassen und verwies mit einem starken Finish in 2:07,52 Minuten Emma Stähr (SG Motor Gohlis/2:08,23 Minuten) auf Rang drei.

Auch mit der 3x800-Meter-Staffel vermochte Tanja Spill ihren DM-Sieg aus dem Vorjahr nicht zu wiederholen. Während vorne Berit Scheid, U20-Vize-Europameisterin Sarah Schmidt und Konstanze Klosterhalfen für Gastgeber TSV Bayer 04 Leverkusen in 6:23,63 Minuten einen klar Sieg herausliefen, lieferten sich Tanja Spill, Esther Jacobitz und Kira von Ehren (beide Uerdingen) mit Inken Terjung, Vera Coutelier und Vera Hoffmann vom ASV Köln ein packendes Duell um Rang zwei. Die Staffel aus der Domstadt erreichte das Ziel in 6:36,92 Minuten schließlich rund zwei Sekunden vor Spill & Co. in 6:39,27 Minuten.

Der Dormagener Ituah Enahoro verpasste über 110-Meter-Hürden in 14,93 Sekunden den angestrebten Sprung ins A-Finale. Stattdessen musste er im B-Finale ran und lief dort in 14,58 Sekunden auf den ersten Platz. Im Gesamtklassement wurde er damit Siebter. Sein Trainer Dirk Zorn warb jedoch um Verständnis: "Ituah war platt." Dem 19-Jährigen habe noch der Qualifikations-Zehnkampf für die U23-EM vom Wochenende zuvor in den Knochen gesteckt. Auch im Weitsprung reichte es für ihn mit 6,91 Meter nur zum elften Rang.

Quelle: NGZ
 
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