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Lokalsport
TG bekommt ihre Wunschspielerin

Neuss. Mara Höfer verstärkt den Basketball-Zweitligisten. Kita Waller erzielt 25 Punkte. Von Dirk Sitterle

Ein Dreivierteljahr hatte Janina Pils an Mara Höfer herumgebaggert, jetzt sagte die Wunschspielerin der für den Basketball-Zweitligisten TG Neuss Tigers als Trainerin zuständigen Studentin endlich zu. "Damit haben wir zum ersten Mal eine richtige Centerin im Kader, die auch die Körpermaße einer Fünf mitbringt", betont die Oberhausenerin.

Mara Höfer (31) setzte ihre 1,88 Meter in der 1. Bundesliga schon für die Leipzig Eagles, den Herner TC sowie die Deutschen Meister TSV Wasserburg und die Wolfenbüttel Wildcats sehr gewinnbringend ein. Nach einem achtmonatigen Gastspiel beim finnischen Erstligisten Peli-Karhut Kotka beendete sie im Frühjahr 2014 ihre Basketball-Karriere, um sich ganz auf ihren Job als "Marketing Education Coordinator" beim mit seiner Deutschland-Zentrale in Düsseldorf ansässigen Kosmetik-Giganten L'Oréal zu konzentrieren. Doch die Liebe zum Basketball blieb. Und genau da kam Janina Pils ins Spiel. Die ehrgeizige Trainerin der Tigers war schon lange auf der Suche nach einer echten Centerin. In der vergangenen Saison hatte auf dieser Position sogar die auf dem Flügel wesentlich wertvollere Jana Heinrich aushelfen müssen. Kein Wunder also, dass sich die 29 Jahre alte Lehrerin am meisten über die Neuverpflichtung freut. "Denn sie schafft viele Freiräume für Jana", erklärt Janina Pils.

Und die Trainerin erreichte unter der Woche noch eine weitere gute Nachricht: Hatte es zunächst danach ausgesehen, als würde die zuverlässige Julia Kleen mit gravierenden Knieproblemen womöglich die ganze Saison verlieren, so könnte die Juristin nun bereits wieder in sechs bis acht Wochen einsatzbereit sein.

Im Testspiel gegen den Erstligisten New Basket Oberhausen fehlte sie natürlich ebenso wie die erst gestern ins Mannschaftstraining eingestiegene Mara Höfer und Franziska Worthmann. Trotzdem gelang den Neuss Tigers in heimischer Sporthalle ein 69:62-Erfolg. Nach dem ersten Viertel hatte der Zweitligist mit 24:8 (!) vornegelegen. Das überraschte selbst die Trainerin, die ihr Team nicht mal sonderlich gut gesehen hatte. "Gefühlt hatten wir 25 bis 30 Ballverluste." Dazu achtete sie darauf, dass jederzeit mindestens eine WNBL-Spielerin (U17-Bundesliga) auf dem Feld stand. In der anstehenden Saison sollen aus dem Juniorteam der Turngemeinde in Jugend-Nationalspielerin Karo Tzokov, Ayla Faber, Lea Brückner und Anke Ollig gleich vier Talente regelmäßig zum Einsatz kommen. Beste Spielerin auf dem Parkett war gegen Oberhausen die US-Amerikanerin Kita Waller mit 25 Punkten. Pils: "Sie hat in der Vorbereitung unglaublich viel gemacht. Sie ist topfit." Gleiches gilt für die neue Regisseurin Karly Roser aus Kanada. Die angehende A-Nationalspielerin aus Übersee arbeitet sich mit viel Fleiß in die für sie noch ungewohnte Rolle als Führungskraft ein. "Sie muss sich erst daran gewöhnen, dass sie bei uns mehr machen kann, aber auch mehr machen muss als am College." Dass die 21-Jährige verstanden hat, zeigte sie gegen Oberhausen in der zweiten Hälfte mit elf Zählern, starken Anspielen und einer knallharten Defensive.

Zum Rückspiel treten die Tigers am Dienstag in Oberhausen an. Pils: "Das wird interessant."

Quelle: NGZ
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