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Lokalsport
TG Neuss Tigers spielen so gut wie nie zuvor

Neuss. Zweitliga-Basketballerinnen vom Rhein schließen die Hinrunde mit 79:53-Sieg beim TuSLi Berlin ab. Von Dirk Sitterle

Zum Abschluss der fantastischen Hinrunde haben die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss Tigers noch mal ein Ausrufezeichen gesetzt. Beim gewiss nicht schwachen TuSLi Berlin spielte sich der Tabellenzweite nach der Pause in einen Rausch und gewann die Partie unerwartet klar mit 79:53 (Halbzeit 28:19). Den furiosen Auftritt ihrer Mädels adelte die restlos begeisterte Trainer Janina Pils glücklich: "Die zweite Hälfte war mit Abstand das Beste, was ich von dieser Mannschaft jemals gesehen habe!"

Dabei hatten sich die ohne Centerin Mara Höfer angereisten Tigers in dieses Duell hineinbeißen müssen. "Die erste Halbzeit war nicht so berauschend", räumte Janina Pils ehrlich ein und brachte die krampfige Vorstellung ihrer kämpferischen Truppe auf den Punkt: "viel Herz, wenig Kopf."

Fehlte es dem Spiel der Tigers in den ersten 20 Minuten noch an Struktur und Ruhe, "das war sehr fahrig" (Pils), funktionierte die Defensive gewohnt prächtig. "Wenn du Lichterfelde bis zur Pause unter 20 Punkten hältst, ist das schon gut", stellte die Trainerin fest. Die schwache Ausbeute der Spree-Perlen ließ sich an drei Namen festmachen: Lea Brückner, von ihrem Coach überraschend in die Startformation beordert, kümmerte sich zu Beginn um Berlins beste Korbjägerin Lena Gohlisch, der vor Wochenfrist im Match gegen Braunschweig noch 28 Punkte gelungen waren. Unterstützung fand die 16-Jährige, die auch noch in der U17-Bundesliga (WNBL) für die Junior Tigers der TG aufläuft, bei Miriam Boulkheir und der allerdings recht schnell foulbelasteten Karly Roser. Während Gohlisch immerhin noch 14 Punkte erzielte, war Berlins zweitwichtigste Waffe Patricia Broßmann mit zehn Zählern diesmal kein wirklicher Faktor.

Nach dem Seitenwechsel ging sie im Sturmlauf der Tigers genauso unter wie der Rest der jungen und nur mit deutschen Kräften besetzten Mannschaft. Neuss startete mit einem 12:0-Lauf ins dritte Viertel, baute damit den Vorsprung innerhalb von zwei Minuten vorentscheidend auf 40:21 aus. Auf der Bank erlebte Janina Pils derweil einen dieser durchaus seltenen Ausgenblicke im Leben einer Trainerin, in den alles perfekt zusammenpasst: "Jetzt kam zum Herz auch der Kopf dazu. Viel Spielfreude. Viel Spielwitz."

Wichtig fand sie, dass sich an der Gala das gesamte Team beteiligte. Trotzdem hob sie einige ihrer Mädels aus dem Kollektiv heraus. Kita Waller zum Beispiel: Obwohl körperlich sehr stark angeschlagen, bescheinigte Janina Pils der Amerikanerin in Hälfte zwei eine grandiose Leistung: "Sie hat Pässe gegeben, die habe ich von ihr noch nie gesehen." Ebenfalls 18 Punkte markierte Jana Heinrich (8/11 Würfe aus dem Feld). Pils: "Beide haben eine gute, dominante Leistung abgeliefert." Klasse trumpfte zudem die 16-jährige Ayla Faber auf.

Quelle: NGZ
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