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Tigers bestehen gegen Opladen den Härtetest

Lokalsport: Tigers bestehen gegen Opladen den Härtetest
Center-Duell: Mara Höfer von den Neuss Tigers muss auf dem Weg zum Opladener Korb an Britta Worms vorbei. FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Im bis zum Schluss umkämpften rheinischen Derby bezwingen die Zweitliga-Basketballerinnen den Rivalen um einen Play-off-Platz 73:65. Von Dirk Sitterle

Die Serie hält. Seit der 39:44-Niederlage am 29. Oktober 2011 haben die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss Tigers im rheinischen Duell mit dem BBZ Opladen kein Heimspiel mehr verloren. So sehr ins Zeug legen wie für den vierten Sieg in Folge mussten sich die von Janina Pils trainierten Mädels aber noch nie.

Dass ihre Schützlinge mit dem hart erkämpften 73:65-Erfolg (Halbzeit 42:33) auch ihre Negativserie von drei Pflichtspielpleiten hintereinander beendeten, machte den Triumph für Pils umso wertvoller: "Das war kein einfaches Spiel für uns, ganz gleich wie die drei Niederlagen zustande gekommen waren."

Dabei ließ sich die Konfrontation mit dem direkten Konkurrenten um einen Play-off-Platz für die Tigers zunächst federleicht an. Das erste Viertel gewannen die Gastgeberinnen mit 24:11, in der 16. Minute lagen sie mit 36:19 vorne. Doch selbst da war Power Forward Jana Heinrich klar, "dass das nicht so bleiben würde." Denn im Opladener Team, das zwar keine Imports, dafür aber jede Menge erstligaerfahrene deutsche Spielerinnen zu bieten hat, steckt große Qualität. Und die weiß Coach Mario Kyriasoglou durchaus gewinnbringend einzusetzen. Noch im zweiten Viertel machten sich die Gäste daran, auf Augenhöhe zurückzukehren.

Nach Mara Höfers Treffer zum 50:37 (25.) für Neuss gelang ihnen mit einem 13:0-Lauf und den abschließenden Freiwürfen von Centerin Britta Worms, die im dritten Abschnitt neun ihrer insgesamt 19 Punkte erzielte, der 50:50-Ausgleich. Die Tigers wirkten irritiert, ihr Angriffsspiel zerfaserte in unergiebige Einzelaktionen. Trotzdem, versicherte Janina Pils hinterher, seien ihr nie ernsthafte Zweifel am positiven Ausgang der Partie gekommen. "Dafür waren wir zu präsent. Wir wollten diesen Sieg unbedingt." Dass der komfortable Vorsprung dahinschmolz, machte sie vor allem an der Klasse des Gegners fest. "Das ist eben eine gute Mannschaft, die sehr unangenehm und schwer zu spielen ist." Kita Waller (gegen Leonie Prudent), Mara Höfer (gegen Britta Worms), Jana Heinrich (gegen Mareike Nettersheim) und vor allem Karly Roser (gegen Nicola Happel), für die wahlweise Kita Waller, Miriam Boulkheir, ja sogar Jana Heinrich den Ballvortrag übernahmen, spielten vorne wie hinten absolut am Limit. Pils: "Da kannst du keinen Zauber-Basketball erwarten."

Ihren Kopf und ihren Mut verloren die Tigers indes nie. Bezeichnend dafür: Miriam Boulkheir beendete den Zwischenspurt der Gäste mit einem Dreier zum 53:50 und sicherte ihrem Team im Anschluss den Ballbesitz, den Karly Roser mit dem Signal zur Drittelpause zum 55:50 (30.) nutzte. Ihr Meisterstück lieferten die Neusserinnen dann in der alles entscheidenden Phase ab: 1:48 Minute vor Schluss arbeitete Mara Höfer das Leder zum 66:61 in den Korb, die nächste Attacke der in der Abwehr beherzt zupackenden Tigers schloss Jana Heinrich 1:27 Minute vor dem Ende per Dreier mit den Punkten zum 69:61 ab und stellte danach lachend fest: "Das sind die Spiele, die ich liebe." Den Rest erledigte Kita Waller, mit 24 Zählern (neun Rebounds) wiederum Topscorerin ihrer Mannschaft, von der Freiwurflinie (4/6). Weil ihre Mädels damit einen Gegner von erlesener Güteklasse bezwungen hatten, sah Janina Pils keinen Grund zur Kritik: "Das war ein wichtiger Sieg des gesamten Teams in einem Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe."

Quelle: NGZ
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