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Tigers: Gemeinsam durch dick und dünn

Lokalsport: Tigers: Gemeinsam durch dick und dünn
Matschig, schmutzig, schön: die TG Neuss Tigers im Ziel des "Tough Mudder"-Hindernislaufs in Arnsberg: (v.l.) Miriam Boulkheir, Anke Ollig, Ayla Faber, Julia Kleen, Anne Storck, Franziska Worthmann, Lea Brückner und Jana Heinrich. FOTO: J. Pils
Neuss. Die Basketballerinnen der TG Neuss sind keine Zweckgemeinschaft, sondern auch außerhalb der Saison ein Team. Von Dirk Sitterle

Auch wenn es schwerfällt, bis zum ersten Saisonspiel müssen sich die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss Tigers noch drei Monate gedulden. Am 24. September sind die Bergischen Löwen aus Bensberg zu Gast in der Humboldthalle. Um sich die Zeit bis dahin zu vertreiben und den Teamgeist zu stärken, nahmen acht Wildkatzen am "Tough Mudder" in Arnsberg teil.

Dabei kämpften sich rund 11.500 Unentwegte auf 17 Kilometern über 20 Hindernisse durch Matsch und Schlamm. Lea Brückner war gemeinsam mit Anke Ollig und Ayla Faber auf die verwegene Idee gekommen, dass das Spaß machen könnte. Da jedoch keine aus diesem Trio schon volljährig ist, animierten sie ihre Teamkolleginnen Franziska Worthmann, Jana Heinrich, Miriam Boulkheir, Anne Storck und Julia Kleen zum Mitmachen. Als Mannschaft bewältigten die Tigers den anspruchsvollen Kurs rund ums Jagdschloss Herdringen in trotz des großen Andrangs fast familiärer Atmosphäre in 5:20 Minuten. Viel wichtiger jedoch fand Trainerin Janina Pils, die ihre Schützlinge als Begleitschutz und Kamerafrau unterstützte, "dass sich die Mädels jetzt stärker als vorher fühlen." Da auch der Fun-Faktor stimmte, ist eine Wiederholung im nächsten Jahr schon beschlossene Sache. Pils hofft: "Vielleicht finden dafür dann sogar einen Sponsor."

An diesem "super-netten Teamevent" (Pils) hätten gerne auch Karo Tzokov und die bis vor zwei Jahren für die Tigers tätige Sarah Stock teilgenommen. Beide waren jedoch mit ihren jeweiligen Jugend-Nationalmannschaften unterwegs. Für Karo Tzokov ein fataler Einsatz, zog sich die 16-Jährige doch einen Kreuzbandriss zu und fällt damit für Monate aus. Inzwischen ist die Gymnasiastin aus Strümp aber operiert und schon wieder zu Hause. Nun steht die lange Rehabilitation an. Ihre Trainerin rechnet weiter fest mit ihr: "Ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass sie auch danach ganz geradlinig ihren Weg weitergehen wird."

Schon vor dem Ausfall von Karo Tzokov ein Thema war Ronja Spießbach. Nun hat die 19-Jährige, deren Schwester Lisa Spießbach ebenfalls in Neuss spielt, den Tigers zugesagt. Das findet Janina Pils natürlich toll, kann die 1,70 Meter große und auf beiden Guard-Positionen einsetzbare Oberhausenerin doch auf im Trikot von evo New Basket gesammelte 33 Minuten Erstliga-Erfahrung verweisen: "Sie hat sich in den Trainingseinheiten gut bei uns präsentiert. Sie ist super schnell, spielt super hart und war in Oberhausen eine wichtige Leistungsträgerin in der Regionalliga und U19. Sie passt mit ihrer Athletik, Verteidigermentalität und ihrem Lern- und Einsatzwillen perfekt in das bestehende Konzept." Das sieht vor, der Konkurrenz mit Tempo und maximaler Leidenschaft zu Leibe zu rücken.

Wer daran zweifelt, sollte sich die Bilder vom Auftritt der Tigers beim "Tough Mudder"-Hindernislauf ansehen. Diese Mannschaft geht gemeinsam durch dick und dünn.

Quelle: NGZ
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