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Tigers haben Berlin und die Play-offs im Kopf

Lokalsport: Tigers haben Berlin und die Play-offs im Kopf
Weiße Tigerin im Anflug: Auch im letzten Spiel der regulären Saison geben Miriam Boulkheir und die Basketballerinnen der TG Neuss Vollgas. FOTO: WORO
Neuss. Eine Woche vor dem Auftaktspiel im Halbfinale gegen Wolfenbüttel empfängt der Basketball-Zweitligist TG Neuss morgen TuS Lichterfelde. Von Dirk Sitterle

Weil am letzten Spieltag der regulären Saison eigentlich alle Partien gleichzeitig angepfiffen werden sollten, treffen die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss Tigers erst morgen (16.30 Uhr, Humboldthalle an der Bergheimer Straße) auf den TuSLi Berlin. Nicht unbedingt der Wunschtermin von Trainerin Janina Pils, aber mit derlei Nebensächlichkeiten kann und will sich die 32-Jährige im Moment nicht beschäftigen. "Unser Fokus liegt ganz klar auf den Play-offs", sagt sie.

Im ersten von maximal drei Halbfinalspielen empfängt der Zweitliga-Vizemeister am 19. März zu gewohnter Zeit (17.30 Uhr) den Tabellendritten Wolfpack Wolfenbüttel. Das Rückspiel ist noch nicht terminiert. In der zweiten Play-off-Serie stehen sich der Meister TK Hannover und die BG 74 Veilchen Ladies aus Göttingen gegenüber. Natürlich sind in den Köpfen aller Tigers fast ausschließlich die Duelle mit den Wölfinnen. Darüber hinaus sieht Janina Pils ihre Mädels aber durchaus in der Pflicht, das Match gegen Lichterfelde zu gewinnen und damit den Vereinsrekord in diesem Jahrhundert auf beeindruckende 16 Saisonsiege zu schrauben. "Das ist kein Trainingsspiel", stellt sie klar, "das gebietet schon der Respekt vor dem Gegner und vor unseren Zuschauern. Auch das Berlin-Spiel ist immer noch ein Weg zum Wolfenbüttel-Spiel." Ihre Mannschaft empfindet das genauso, im Training, das ab Mittwoch wieder von dem am vergangenen Samstag in Wolfenbüttel wegen eines Magen-Darm-Infekts ausgefallenen Coach geleitet wurde, sei es jedenfalls mächtig zur Sache gegangen, verrät Janina Pils: "Und so muss das auch sein. Ich will nicht, dass sich jemand schont. Wer mich nicht überzeugt, hat für die Play-off-Spiele ganz schlechte Karten. Dann gibt es definitiv keine Experimente mehr."

Wie immer gehen die Tigers optimal vorbereitet in die letzte Begegnung der Punktspielrunde. Für Pils eine Selbstverständlichkeit, "denn wenn du schlecht eingestellt bist, gewinnst du in dieser Liga nicht." Die personellen Probleme der Gäste beschäftigen sie indes nicht. Sie geht davon aus, dass Berlin die Reise an den Rhein mit allen Leistungsträgerinnen antritt - und davon hat der TuSLi eine ganze Menge. Pils: "Das ist ein gutes Team, das, was sehr bemerkenswert ist, ganz ohne Ausländerin auskommt." Topscorerin ist die nur 1,73 Meter große Lena Gohlisch (22) mit 15,7 Punkten im Schnitt. Auch Julia Sandow (11,5) und die zu Saisonbeginn aus Zehlendorf gekommene Patricia Broßmann (11,1) treffen durchschnittlich zweistellig. Den Kader verstärkt zudem die ehemalige deutsche A-Nationalspielerin Charmaine Callahan (32), die vom Erstligisten Herner TC an die Spree gewechselt ist. Das Hinspiel gewannen die Tigers überraschend deutlich mit 79:53. Da mussten die Berlinerinnen, die zwischenzeitlich sogar auf die Play-offs hoffen durften, allerdings unter anderem auf Julia Sandow verzichten, Charmaine Callahan war noch nicht an Bord.

Mit den frischen Erkenntnissen aus dem 76:75-Sieg in Wolfenbüttel schickt Janina Pils ihr Team ins Spiel. "Ich muss so ein bisschen einen Kompromiss machen. Nicht alles, was wir für die Play-offs einstudiert haben, hilft uns gegen Berlin."

Quelle: NGZ
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