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Tigers sagen Publikum mit einem Topspiel ade

Lokalsport: Tigers sagen Publikum mit einem Topspiel ade
Geburtstagskind: Karly Roser, Aufbauspielerin der TG Neuss Tigers, wurde in der einwöchigen Spielpause 22 Jahre alt. FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Zwar muss der Basketball-Zweitligist nach dem Kracher gegen Wolfen-büttel in diesem Jahr noch zweimal ran, doch leider nicht zu Hause. Von Dirk Sitterle

Wer die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss Tigers vor Weihnachten noch mal in heimischer Humboldt-Sporthalle an der Bergheimer Straße erleben möchte, hat dazu in diesem Jahr nur noch einmal Gelegenheit. Und zwar morgen Abend ab 17.30 Uhr im Topspiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn Wolfpack Wolfenbüttel. Eine Woche später beenden die Wildkatzen mit der Partie beim TuSLi Berlin die Hinrunde und nach dem für die Tigers spielfreien Pokalwochenende steht am vierten Advent (20. Dezember) noch der Auftakt der Rückserie mit dem Match beim Neuling SG Bergische Löwen auf dem Programm.

Die auf den 69:57-Arbeitssieg vor zwei Wochen bei Eintracht Braunschweig folgende Pause hat der Tabellenzweite genutzt, um den 22. Geburtstag seiner im kanadischen Hamilton aufgewachsenen Spielmacherin Karly Roser zu feiern. Dafür opferte Trainerin Janina Pils sogar einen Trainingsabend. Die unfreiwillige Auszeit - weil die Liga in dieser Saison nur elf Klubs aufbieten kann, setzt immer ein Team aus - haben die Tigers außerdem dafür verwendet, sich körperlich zu regenerieren. "Auch wenn es jetzt nicht so war, als hätten wir das in dieser Phase gebraucht", räumt die Trainerin ein. Während Wolfenbüttel im Spielrhythmus blieb und daheim den Kooperationspartner Eintracht Braunschweig mit 61:46 schlug, hatten die Neusserinnen am Montag prompt Mühe, wieder auf Temperatur zu kommen. Pils: "Es war so ein typisches Training, als wärst du gerade aus der Sommerpause gekommen."

Inzwischen sind die Tigers aber wieder scharf. Und das muss auch so sein, denn das Wolfpack ist nach Hannover wahrscheinlich die am höchsten gehandelte Mannschaft im Norden. Janina Pils beurteilt die Ausgangslage gewohnt klar: "Wolfenbüttel ist leicht favorisiert, vielleicht minimal. Dieses Favoriten-Hin-und-Hergeschiebe finde ich sowieso immer ganz unschön. Da spielt der Zweite gegen den Dritten - das sind einfach zwei Mannschaften, die in die Play-offs kommen wollen." Im der Vorbereitung auf die Saison dienenden "Girls-Baskets-Akademie-Cup" waren die Kontrahenten zuletzt aufeinandergetroffen. In Halbfinale hatten die Tigers dabei mit 46:40 die Oberhand behalten. Aussagekraft besitzt dieses Duell freilich nicht, zumal sich die Niedersächsinnen, 2012 noch als Wildcats sogar Deutscher Meister, seither verstärkt haben.

Um die Truppe nach dem verletzungsbedingten Ausfall der Kanadierin Jill Stratton zu stabilisieren, durfte Trainerin Hanna Ballhaus die US-Amerikanerin Lakevia Boykin im Team begrüßen. Die hat in bislang drei Einsätzen durchschnittlich 15,3 Punkte erzielt und liegt damit auf einer Höhe mit der Kanadierin Raelyn Prince, die zusätzlich noch 9,1 Rebounds auflegt. Die 1,91 Meter große Centerin zählt Janina Pils zu den "besten Spielerinnen der Liga auf ihrer Position. Sie spielt sehr intelligent." Für den Notfall steht in Kelly Hartwell sogar noch ein zweiter US-Profi im Kader. Oft ein Faktor im Spiel der Wölfe sind auch die treffsichere Distanzschützin Carolin Christen sowie Jenny van Doorn. Dazu kommen Talenten von der Klasse einer Theresa Simon (17), die im Schnitt 9,6 Punkte markiert oder der Schwestern Leonie (16) und Nina Rosemeyer (14). Die robuste Klaudia Grudzien, an einem guten Tag ganz locker für mehr als 20 Zähler und zehn Rebounds gut, soll dagegen verletzt sein und nicht zum Einsatz kommen. Eine Kaderzusammenstellung, die für die Neusser Trainerin Sinn macht. "Denn Wolfenbüttel will ja kurz- bis mittelfristig in die 1. Liga aufsteigen."

Die Tigers treten mit der im Moment besten Mannschaft an, selbst Franzi Worthmann steht seit zwei Wochen voll im Training.

Quelle: NGZ
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