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Tigers scheiden nach großem Kampf aus

Lokalsport: Tigers scheiden nach großem Kampf aus
Die Play-off-Serie zwischen den TG Neuss Tigers und den BG 74 Veilchen Ladies war ein hochspannendes Drama in drei Akten. Auch Dara Taylor (l.) und Inesa Visgaudaite schenkten sich im Kampf um den Ball nichts. FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Im entscheidenden dritten Play-off-Spiel der Halbfinalserie unterliegen die Zweitliga-Basketballerinnen der TG mit 69:76 in Göttingen. Von Dirk Sitterle

Nur kurz ergaben sich die Tigers nach der bitteren 69:76-Niederlage (Halbzeit 26:31) in Göttingen und dem damit verbundenen Play-off-Aus ihrer Trauer. Schon kurz darauf war auf der Facebook-Seite der TG-Basketballerinnen das trotzige Versprechen zu lesen: "Wir kommen wieder!!" Ins dritte Match der stets auf Augenhöhe geführten Halbfinalserie um den Aufstieg ins deutsche Oberhaus waren die Mädels von Trainerin Janina Pils noch mal mit aller Energie, die ihnen nach einer harten Saison geblieben war, hineingegangen - ohne Happy End.

Die Tigers legten wie schon in den beiden ersten Duellen einen Blitzstart hin: Franzi Worthmann nagelte bereits nach 53 Sekunden ihren ersten Dreier in den Göttinger Korb. Anne Storck und Deanna Weaver erhöhten auf 7:0, so dass sich der aus bitterer Erfahrung klug gewordene Veilchen-Coach Giannis Koukos bereits bei 2:07 Minuten gezwungen sah, sein Team in einer Auszeit zu sortieren. Das gelang: Inesa Visgaudaite initiierte mit ihrem erfolgreichen Wurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie zum 5:9 (4.) einen 7:0-Lauf der Gastgeberinnen, den die Litauerin selber mit dem Korb zum 9:9-Ausgleich (6.) veredelte. Weil die Veilchen das Wegstück ab Minute vier mit 17:5 gewannen, bescherte ihnen ein weiterer Dreier von Jennifer Crowder nach dem ersten Abschnitt eine 17:12-Führung. Die baute Verdine Warner zu Beginn des zweiten Viertels auf 19:12 aus. Doch die Gäste blieben dran, Karo Tzokov (per Dreier) und Anne Storck (17:19/13.) schlugen zurück. Im Gegensatz zur überraschenden Niederlage in Neuss blieb Göttingens famose erste Fünf diesmal stabil - Visgaudaite (11), Verdine Warner (7, neun Rebounds), Crowder (6), Alissa Pierce (5) und Katarina Flasarova (2) waren für alle während der ersten Hälfte erzielten Punkte verantwortlich. Bei den Tigers funktionierten Worthmann, Weaver (je 7) und Stock (6) am besten. Trotzdem gerieten die Gäste, bei denen Dara Taylor ungewohnte Schwächen an der Freiwurflinie zeigte (1/5), zwischenzeitlich mit 19:28 (18.) ins Hintertreffen. Abschnitt zwei fand indes keinen Sieger (14:14).

Nach dem Seitenwechsel besannen sich die Gastgeberinnen darauf, dass der Kontrahent in seinem Kader keine Spielerin aufführt, die es mit der körperlichen Präsenz Warners aufnehmen kann. Die 1,96 Meter große Centerin aus Trinidad und Tobago legte bis zum Ende dieses Abschnitts 18 Punkte und 15 Rebounds auf. Gemeinsam mit Visgaudaite (16) und Crowder (11) vermochte sie allerdings nicht zu verhindern, dass die Tigers, die sich vor allem auf Weaver (15), Worthmann (13) und Storck (12) stützten, zumeist am Drücker waren. Die Gäste gewannen den dritten Teil des Play-off-Dramas mit 27:21 und starteten mit einem hauchdünnen 53:52-Vorsprung ins letzten Viertel. Ihr Handicap: In Dara Taylor und Jana Heinrich hatten zwei Mitglieder der Startformation bereits vier Fouls auf ihrem Konto. Nun entwickelte sich das Match endgültig zu einer Nervenschlacht. Die Führung wechselte quasi bei jeder Angriffsaktion.

Die Schlussphase: Franzi Worthmann trifft per Dreier zum 66:68 (37.), Jennifer Crowder kontert mit den Punkten zum 70:66 für Göttingen. Noch 2:06 Minuten. Als noch 66 Sekunden zu spielen sind, hämmert Jana Heinrich den Ball aus der Ferndistanz zum 69:70 in die Reuse. Doch wiederum hat Crowder, die in den letzten sieben Minuten zehn ihrer 21 Punkte (4/5 Dreier) erzielt, die passende Antwort parat, markiert mit nur noch 43 Sekunden auf der Spieluhr das 72:69. Dann kassiert Jana Heinrich ein disqualifizierendes Foul, und weil ihnen nur noch 23 Sekunden bleiben, müssen die Tigers foulen. Damit stoppen sie zwar die Uhr, doch Flasarova und Jana Lücken verwandeln die fälligen Freiwürfe. Als Weaver elf Sekunden vor Schluss ihren Dreier-Versuch nicht im Korb unterbringt, ist Göttingen am Ziel - und Neuss raus.

Quelle: NGZ
 
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