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Lokalsport
Tigers trotzen selbst dem Wirbelsturm

Lokalsport: Tigers trotzen selbst dem Wirbelsturm
So feiern echte Tiger: (v.l.) Briana Williams, Julia Duggan und Lisa Spießbach gewannen mit den Neusser Basketballerinnen zuletzt dreimal hintereinander. FOTO: Wolfgang Rommerskirchen
Neuss. Neusser Zweitliga-Basketballerinnen gewinnen bei der BG 89 AVIDES Hurricanes Rotenburg/Scheeßel mit 70:63. Von Dirk Sitterle

Na wenn das keine Steilvorlage für eine knackige Geschichte ist: Während am Wochenende Sturm Herwart grimmig halb Europa verwüstete, trotzten die Zweitliga-Basketballerinnen der TG Neuss den Hurricanes, schlugen an der Wümme den Erstliga-Absteiger BG Rotenburg/Scheeßel mit 70:63.

Im Moment vermag die Tigers selbst ein Wirbelsturm nicht aufzuhalten. Mit dem Erfolg in Niedersachsen bauten die Mädels von Trainerin Janina Pils ihre Miniserie auf jetzt drei Siege in Folge aus: Zum Start der englischen Woche hatten die Neusserinnen in der Liga Eintracht Braunschweig mit 84:82 bezwungen, vier Tage später erreichten sie im DBBL-Pokal mit einem 65:62-Heimsieg über den Lokal- und Ligarivalen BBZ Opladen die dritte Runde, in der sie am 9. Dezember den Erstligisten ChemCats Chemnitz empfangen. Die gewohnt kritische Trainerin freute sich in Rotenburg freilich mehr über die Punkte als über die Leistung. Der "Arbeitssieg" fühlte sich für sie gut an, "weil er uns Luft nach unten verschafft. In dieser Liga geht so eng zu, dass du immer aufpassen musst, nicht abzurutschen. Du weißt halt immer noch nicht, wo genau du stehst. Bei fast allen Teams herrscht eine große Ungewissheit."

Kein Zweifel besteht indes an der Extraklasse von Franziska Worthmann. Auch an alter Wirkungsstätte, die mittlerweile 30-Jährige ist in Rotenburg geboren und trug bis 2010 das Trikot der Hurricanes, spielte die im Risiko- und Sicherheitsmanagement beschäftigte Forensikerin groß auf. In knapp 28 Minuten auf dem Feld gelangen ihr 20 Punkte (4/7 Dreier). In drei von bislang sechs Saisonpartien knackte der 1,78 Meter große Shooting Guard die 20-Punkte-Marke. Obwohl Worthmann gegen Grünberg verletzungsbedingt nur auf vier Zähler kam, legt sie pro Partie im Schnitt 17 Punkte auf und trifft mit herausragender Quote von 48 Prozent (19/39 Würfe) aus der Distanz. "Diese ansatzlosen Dreier hat sie ja schon immer gekonnt", stellte Christoph Treblin, Vorstand Sport der Hurricanes, im Gespräch mit der Rotenburger Kreiszeitung beeindruckt fest.

Am Sonntag erreichten außer Franzi Worthmann in Briana Williams (14), Julia Duggan (12) und Sera Asuamah-Kofoh (10) noch drei weitere Tigers zweistellige Punktewerte. Trotzdem war ihre Trainerin nur mit der konzentrierten Leistung in der Schlussphase zufrieden. "Da war die Mannschaft im Gegensatz zum ganz schwachen Beginn gut ansprechbar. Ich würde mir wünschen, wir wären mal von Anfang an so wach." Während sie der Partie insgesamt keine befriedigende Note gab, sagte ihr Kollege Mahir Solo: "Zum Zugucken war es ein gutes Spiel." Der Bosnier haderte jedoch mit dem Verletzungspech. Dass in Hannah Pakulat (Schulter), Shaniqua Nilles (Ellenbogen) und Kapitänin Pia Mankertz (Knie) drei Spielerinnen der Starting Five angeschlagen ins Match gegangen seien, "war schon ein großes Problem für uns." Entscheidend für den Ausgang des bis dahin ausgeglichenen Duells sei die Phase ab dem 44:44 (24.) gewesen, als seine Schützlinge fünf Minuten ohne Korberfolg blieben und einen 0:11-Run kassierten.

Besser waren die Tigers auch an der Freiwurflinie, wo sie 83 Prozent (10/12) ihrer Versuche nutzten. Die Hurricanes schafften nur 58 Prozent (7/12).

Quelle: NGZ
 
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