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Tillmann: "Mal schauen, was drin ist"

Lokalsport: Tillmann: "Mal schauen, was drin ist"
Gilbert Tillmann (RC Gut Neuhaus) tritt bei den Rheinischen Meisterschaften auf Hadjib an. Mit ihm belegte er im Mai beim Deutschen Springderby in Hamburg Platz sieben. FOTO: Dietrich Janicki
Rhein-Kreis. Gestern begannen auf Gut Langfort in Langenfeld die Rheinischen Meisterschaften im Dressur- und Springreiten. Von Mareike Roszinsky

Eine recht "einsame Sache" wird wohl der Start von Frederic und Gilbert Tillmann bei den Rheinischen Meisterschaften auf Gut Langfort in Langenfeld. Zumindest, wenn man auf die Konkurrenz aus dem eigenen Kreis-Pferdesportverband Neuss schaut. Die Brüder sind bisher die Einzigen aus dem KPSV Neuss, die am Wochenende bei den Landestitelkämpfen der Reiter im Springen in der großen Tour in den Sattel steigen werden.

Die große Gewinnerin der Rheinischen Meisterschaften 2014, Franziska Scharrer, wird nicht reiten. Die Amazone hatte vergangenes Jahr auf dem Schimmel Corragioso meisterhaft Gold gewonnen - seither ist es allerdings still geworden um das Paar.

Und so hängen die Hoffnungen der Pferdesportfans aus dem Rhein-Kreis im prestigeträchtigen Springen mal wieder an den Tillmanns. Gilbert Tillmann hat sich erst kurz vorher zum Start entscheiden: Der Derbysieger vom RC Gut Neuhaus wird mit Hadjib das Pferd satteln, mit dem er im Mai Siebter beim Deutschen Springderby in Hamburg wurde. Das Paar könnte in die Medaillenränge reiten, Meistererfahrung hat der Hufschmied schon. Er war 2007, damals auf Lusedom, Rheinischer Meister.

Sein älterer Bruder Frederic sattelt in Langenfeld gleich zwei Pferd: den erfahrenen Franzosen Quandor de Pilenie und Quidor, einen Neuzugang im Tillmann'schen Stall auf Gut Neuhaus in Grevenbroich. "Mal abwarten, was drin ist", sagt der Pferdewirtschaftsmeister ganz entspannt. "Die Meisterschaft wird ja in drei S-Springen an drei Tagen ausgeritten, da kann immer viel passieren."

In der großen Tour Dressur mit Grand Prix und Spezial wird Heiner Schiergen die KPSV-Farben hochhalten. Der 45 Jahre alte Ausbilder (Förderkreis Dressur im KPSV Neuss) wurde erst im April Deutscher Meister der Berufsreiter mit Hennessy - und reist daher natürlich als Titelfavorit nach Langenfeld. Weiterhin ist der KPSV Neuss im Pferdesportzentrum Rheinland mit einigen Nachwuchsreitern vertreten, die sowohl im Viereck als auch im Parcours bei der Medaillenvergabe mitreden wollen. Darunter sind zum Beispiel Yannik Schleypen (Neuss-Grefrather RC), der im Springen der Jungen Reiter vorne mitreiten könnte. Bei den Junioren hat Lilli Kremer (Kaarst) mit ihrer Quite Classic Chancen auf eine Medaille. Sie trifft dabei unter anderem auf Celine Tillmann. "Und auch in der Dressur der Ponys, Junioren und Jungen Reiter sind einige Hoffnungsträger am Start. Ich bin gespannt, wie sich unsere Sportler schlagen werden", blickt KPSV-Vorsitzender Lutz Bartsch voller Vorfreude auf die Meisterschaft.

Alle Infos und den kompletten Zeitplan, Nennungslisten und Ergebnisse gibt es auf www.rheinische-meisterschaften.de.

Quelle: NGZ
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