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Lokalsport
Tobias Plaz sieht sich nur als Zwischenlösung

Dormagen. Eigentlich gibt einem nichts so sehr Recht wie der Erfolg. Trifft das im Handball zu, müsste Tobias Plaz mindestens bis zum Saisonende das Sagen haben auf der Bank des TSV Bayer Dormagen. Denn im ersten Spiel unter seiner Alleinregie legte das Schlusslicht der zweiten Handball-Bundesliga eine rundum überzeugende Vorstellung aufs Parkett.

Plaz aber wiegelt ab: "Ich bin kein Trainer", sagt der 34-Jährige, der 13 Jahre lang für den TSV auf Rechtsaußen und im rechten Rückraum auflief, seit dem Neubeginn in der Dritten Liga einen guten Job im Marketingbereich macht und seit Saisonbeginn als Co-Trainer "vor allem das Bindeglied zur Mannschaft" ist. Das scheint nach dem Rücktritt von Jörg Bohrmann offensichtlich auch auf der Chefposition zu funktionieren.

Die möchte Tobias Plaz aber möglichst noch vor dem morgigen Gastspiel (19 Uhr, Emshalle) beim TV Emsdetten wieder los werden. "Ich habe unter der Woche versucht, zusammen mit Dennis Marquardt die Mannschaft einigermaßen auf das Spiel gegen Rimpar vorzubereiten. Wir profitieren dabei von unseren Erfahrungen als Spieler", will der Linkshänder seine Rolle nicht überbewerten. "Dennis hat mir sehr viel geholfen", sagt er über den kurz vor dem Jahresende an der Schulter operierten (ehemaligen) Mannschaftskapitän und Fitnesstrainer, mit dem er sich auch während der 60 Minuten über die Taktik austauschte.

Wie lange die beiden das tun müssen (und ohne Trainerschein dürfen), weiß zur Zeit keiner am Höhenberg. "Die Gespräche laufen", verrät Handball-Geschäftsführer Björn Barthel über die offensichtlich schwierige Suche nach einem Bohrmann-Nachfolger. Der schaute sich den Sieg von der Tribüne an - und wurde mit freundlichem Beifall begrüßt.

(-vk)
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