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Lokalsport
Tour de France "strahlt bis nach Neuss aus"

Neuss. Bürgermeister Reiner Breuer freut sich über Startort Düsseldorf und hofft auf Rheinquerung in Neuss Von Volker Koch

Man darf gespannt sein auf den 14. Januar. An diesem Freitag will die Amaury Sport Organisation (ASO) als Veranstalter der Tour de France auf zwei parallelen Pressekonferenzen in Paris und Düsseldorf nähere Einzelheiten zum "Grand Départ 2017" bekannt geben.

Sicher ist: Die 104. Auflage der Frankreich-Rundfahrt wird am 1. Juli 2017 in Düsseldorf mit einem Einzelzeitfahren eröffnet. Sicher ist, dass am Tag nach dem Prolog auch die zweite Etappe in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt gestartet wird. Zumindest Reiner Breuer ist sich sicher, "dass dieses Großereignis auch bis nach Neuss ausstrahlen wird."

Der Neusser Bürgermeister, der sich seit Jahren als Stammgast der "Tour de Neuss" als Freund des Radsports zu erkennen gibt, sagt selbstbewusst: "An Neuss führt auch in diesem Fall kein Weg vorbei." Das Thema will er demnächst in einem seiner Gespräche mit seinem Düsseldorfer Amtskollegen vertiefen: "Ich kann Thomas Geisel nur gratulieren, dass es ihm in relativ kurzer Zeit gelungen ist, dieses Großereignis ins Land zu holen", sagt Breuer.

Ob es tatsächlich zu einer Rheinquerung beispielsweise über die Kardinal-Frings-Brücke und damit zu einer Teiletappe durch Neuss und den Rhein-Kreis kommt, entscheiden freilich weder der Düsseldorfer Oberbürgermeister noch Reiner Breuer. Die Streckenführung liegt allein in Händen der ASO mit dem mächtigen Tourdirektor Christian Prudhomme an der Spitze. Allerdings kann Neuss mit der erfolgreichen Abwicklung von zwei Etappen der Deutschland-Tour 2008 sowie der Eneco-Tour 2004 für sich werben.

Und nicht zuletzt mit der Tour de Neuss als einem der wenigen verbliebenen Nach-Tour-Kriterien in Deutschland. "Ich habe ja schon im vergangenen Jahr vorgeschlagen, die Tour de Neuss in einen 'Tag des Radfahrens' in unserer Stadt einzubinden", erinnert Breuer an eine Idee aus der Zeit, als er noch nicht Bürgermeister war. Die könnte er nun wieder aus der Schublade holen, denn "dass die Tour de France nach Düsseldorf kommt, wird dem Radsport und dem Fahrradfahren insgesamt in der Region einen Schub geben", ist Breuer überzeugt. Den möchte er nutzen, um verkehrspolitisch für die Fortbewegung auf zwei Rädern zu werben: "Das wird eines der großen Themen der nächsten Jahre sein." Und das durchaus in Verbindung und Zusammenarbeit mit Düsseldorf.

Breuer denkt dabei an den geplanten Radschnellweg über die Kardinal-Frings-Brücke ebenso wie an die gleichfalls länger in Planung befindliche Brücke über die Neusser Hafeneinfahrt, über die die Ölgangsinsel auf direktem Wege mit Heerdt und damit der Landeshauptstadt verbunden würde. Doch auch wenn sich die Tour-Organisatoren für einen anderen Weg entscheiden sollten, um die 104. Auflage von Düsseldorf Richtung Frankreich zu lenken, Reiner Breuer ist überzeugt, dass Neuss von dem viertägigen Sportspektakel in der Landeshauptstadt - Auftakt ist am Donnerstag (29. Juni 2017) mit der Mannschaftsvorstellung, freitags folgt das offizielle Training - profitieren wird: "Auf irgendeine Art und Weise werden wir uns da einbringen."

Quelle: NGZ
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