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TSV droht heute Abend in Rostock Ausfall von sechs Spielern

Dormagen. Jetzt kommt's knüppeldick für den TSV Bayer Dormagen: Für das Gastspiel heute Abend beim Tabellennachbarn HC Empor Rostock droht dem Handball-Zweitligisten der Ausfall von gleich sechs Spielern.

Neben dem Langzeitverletzten Pascal Noll sind der wegen einer Blutvergiftung krankgeschriebene Torhüter Sven Bartmann und der an chronischen Schulterbeschwerden leidende Kapitän Dennis Marquardt definitiv nicht dabei, wenn die auf dem ersten Abstiegsplatz stehenden Dormagener um 19.30 Uhr in der Rostocker Stadthalle auflaufen. Fraglich sind die Einsätze von Sebastian Damm, der sich bei der 21:28-Schlappe in Hagen eine Knochenabsplitterung zuzog, Alexander Kübler, der sich dabei an der Wade verletzte, und Mikk Pinnonen (Magen-Darm-Virus).

Trainer Jörg Bohrmann plant, trotz des Termins mitten in der Woche auf die längste Auswärtsfahrt der Saison - Abfahrt ist heute um 9.30 Uhr, das Team dürfte am Donnerstagmorgen nicht vor fünf Uhr zurück sein - einige Spieler aus der A-Jugend-Bundesliga mitzunehmen. "Wen, muss ich mit meinem Kollegen Ulli Kriebel noch besprechen", sagt Bohrmann. Dumm, dass sich der gerade zum Lehrgang der Jugend-Nationalmannschaft eingeladene Eloy Morante Maldonado während des mit 41:25 gewonnenen Spiels beim TuS Ferndorf am Finger verletzte. "Er ist mit dem Finger im Trikot des Gegners hängen geblieben", sagt Bohrmann, "wie schlimm die Verletzung genau ist, wissen wir noch nicht. Wenn wir Pech haben, hat er das Gleiche wie Max Bettin." Der Halblinke hatte sich in der Vorbereitung den Finger gebrochen und in Hagen sein Comeback nach dreimonatiger Pause gefeiert.

Unter diesen Umständen erwartet Bohrmann vom heutigen Abend zunächst einmal nur, "dass wir eine ansprechendere Leistung bringen als zuletzt. Ich will, dass wir da gut auftreten." Wogegen die Gastgeber wohl einiges haben dürften. Die Rostocker sehen die Partie als ein "Vier-Punkte-Spiel" an, das sie unbedingt gewinnen müssen. Und da sie in heimischer Halle bereits Siege über Springe (24:22), Nordhorn (27:23), Saarlouis (33:30) und Coburg (26:25) feiern konnten, gehen sie auch als Favorit in die heutige Auseinandersetzung.

Bohrmanns Marschroute ist klar abgesteckt: "Wir dürfen uns im Angriff nicht so viele Fehlwürfe und technische Fehler erlauben." Denn die bestrafen die Rostocker durch ihre pfeilschnellen Außen Vyron Papadopoulos und Rene Gruszka sofort. Dass sie dazu eine "sehr offensive 6:0-Deckung, die fast schon ein 3:3-System ist" (Bohrmann) spielen, erschwert die Sache aus Dormagener Sicht zusätzlich - genau so kam Hagen am Freitag im zweiten Durchgang zum Erfolg.

(-vk)
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