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Lokalsport
TSV erlebt erneut Debakel in der Fremde

Dormagen. Nach der gestrigen 22:33-Schlappe beim EHV Aue bleiben dem TSV Bayer Dormagen nur noch vier Chancen, um dem Abstieg aus der 2. Handball-Bundesliga zu entgehen. Das einzig Gute daran: Drei der vier Spiele finden zuhause statt. Von Volker Koch

Die Luft wird immer dünner im Tabellenkeller der Zweiten Handball-Bundesliga für den TSV Bayer Dormagen. Nach der gestrigen 22:33-Schlappe (Halbzeit 10:17) beim EHV Aue bleiben dem Tabellenvorletzten nur noch vier Chancen, die nötigen Punkte zu holen, um zur Rettung neben den aus Lizenzierungsgründen bereits als Absteigern feststehenden SV Henstedt-Ulzburg und HF Springe noch zwei weitere Mannschaften hinter sich zu lassen.

Es war die dritte Niederlage in Folge und die zweite hintereinander, in der die Dormagener vor gegnerischem Publikum eine zweistellige Tordifferenz hinnehmen mussten. Zeitweise führten die Gastgeber vor 1200 Zuschauern in der Lößnitzer Erzgebirgshalle sogar mit 13 Toren Differenz (27:14, 28:15, 48.).

Dabei hatten die Dormagener nach der langen Anreise gar nicht schlecht begonnen am gestrigen Abend: Beim 4:4 (12.) gelang Björn Marquardt der erste Gleichstand in der Partie - es sollte allerdings auch gleichzeitig der letzte sein. Bis zum 10:9 (20.) durch Jo-Gerrit Genz, der am Ende mit acht Treffern einmal mehr bester Werfer auf Seiten des TSV Bayer war, blieben die Gäste auf Augenhöhe, dann brachen alle Dämme. Nachdem Aues isländischer Trainer Runar Sigtryggson, der neben Stammtorhüter Radek Musil gestern auch auf Adam Mazur und Dadi Runarsson verzichten musste, eine Auszeit nahm, zogen die Hausherren von 11:9 (21.) auf den 17:10-Pausenstand davon. Damit war die Partie entschieden, die Bayer-Handballer schafften es nicht, noch einmal näher an den Tabellenfünften, der in heimischer Halle bislang nur fünf Punkte abgegeben hatte, heran zu kommen. Im Gegenteil, beim 23:13 durch den auch mal beim DHC Rheinland unter Vertrag stehenden Arni Thor Sigtryggsson hatte der EHV Aue, für den Janar Mägi (6/3) und Jan Faith (5) die meisten Treffer erzielten, erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung herausgeworfen.

Den Dormagenern bleibt nur die vage Hoffnung, in den verbleibenden vier Meisterschaftsspielen zu punkten, von denen drei im heimischen Sportcenter ausgetragen werden. Allerdings stellen sich im bereits als Erstliga-Aufsteiger feststehenden HC Erlangen (7. Mai, 19 Uhr) und dem Tabellenvierten TSG Friesenheim (4. Juni, 19 Uhr) zwei Spitzenteams vor. Die Partien gegenVfL Bad Schwartau (21. Mai, 19 Uhr) und beim ASV Hamm (27. Mai, 20 Uhr) bilden das Restprogramm, von dem der TSV mindestens noch drei Spiele gewinnen muss.

Quelle: NGZ
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