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TSV ist fürs Schlüsselspiel gerüstet

Lokalsport: TSV ist fürs Schlüsselspiel gerüstet
Nette Abwechslung im Abstiegskampf: Michiel Lochtenbergh, Sebastian Linder und Kentin Mahé besuchten das Ostercamp des TSV-Nachwuchses. FOTO: TSV Dormagen
Nur Tobias Plaz fehlt am Mittwoch Abend gegen den TSV Hannover-Burgdorf. Von Volker Koch

Osterferien hin oder her – auf seine Fans kann sich der TSV Dormagen verlassen: Nur noch 285 Sitzplatzkarten (und 630 Stehplätze) sind für das heutige Meisterschaftsspiel des Handball-Bundesligisten gegen den TSV Hannover-Burgdorf (20.15 Uhr, die Abendkassen der HRC-Arena öffnen um 18.30 Uhr) zu haben.

Unterstützung, die die Dormagener in diesem Schlüsselspiel für den weiteren Verlauf des Abstiegskampfs gegen den drei Punkte besser gestellten Aufsteiger gut gebrauchen können. Denn die Partie "wird verdammt schwer", wie Kai Wandschneider weiß. Der Dormagener Trainer denkt dabei insbesondere an die großgewachsene, noch dazu kompromisslos zur Sache gehende Abwehr der Gäste, die mit 258 Strafminuten aus 25 Spielen gemeinsam mit der HBW Balingen-Weilstetten die "Sünderliste" der Handball-Bundesliga anführt. Zum Vergleich: Dormagen (176 Minuten in 25 Spielen) wird in puncto Fairness nur von den beiden Spitzenreitern HSV Hamburg (170/26) und THW Kiel (124/24) übertroffen. Groß gewachsene 6:0-Deckungen sind aber gen au das, was den Dormagenern mit ihren eher schmächtigen Angreifern nicht behagt. Deshalb hat Wandschneider am Dienstagabend verstärkt das Angriffsverhalten trainieren lassen.

Und dabei festgestellt, "dass die Jungs sehr konzentriert bei der Sache waren." Das werden sie auch am Mittwoch Abend sein müssen, denn technische Fehler bestrafen die Hannoveraner prompt mit einem Gegenstoß. War es im Hinspiel (26:28) die Flügelzange Marc Hohenberg und Lars Lehnhoff, ist am Mittwoch mit verstärkten Attacken des Ex-Dormageners Torge Johanssen zu rechnen, den die Gäste aus Flensburg holten, nachdem sich Hohenberg einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Außerdem fehlt am Mittwoch Linkshänder Jan-Fiete Buschmann (Achillessehnenriss), dessen Ausfall der Aufsteiger mit der Verpflichtung von Lars Friedrich vom TuS N-Lübbecke kompensierte. "Das ist eben der Unterschied zu uns", sagt Wandschneider. Er muss schließlich nicht nur mit dem auskommen, was er hat, sondern gegenüber dem Hinspiel gleich auf drei Akteure verzichten: Kjell Landsberg, Christoph Schindler und der inzwischen erfolgreich am Kreuzband operierte Tobias Plaz. Alle anderen sind jedoch fit, auch Konstantinos Chantziaras, dem ein Abszess entfernt wurde, hat das Training wieder aufgenommen. Nach den starken Leistungen von Kristian Nippes in den jüngsten beiden Spielen wird der Grieche jedoch erst einmal auf der Bank Platz nehmen müssen.

Entscheidend könnte auch das Duell zwischen den Torpfosten werden. Bei Hannover hat inzwischen der zu Saisonbeginn aus Flensburg gekommene Jendrik Meyer den ungarischen Nationaltorhüter Nenad Puljezevic als Nummer eins verdrängt, bei Dormagen spielt Jens Vortmann seit Wochen in bestechender Form. Damit das am Mittwoch Abend so bleibt, hat Wandschneider mit ihm und Vitali Feshchanka Sonderschichten gefahren in dieser Woche. Schließlich ist er überzeugt: "Die Torhüter können den Abstiegskampf entscheiden."

Quelle: NGZ
 
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