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Lokalsport
TSV läuft frühem Rückstand letztlich vergeblich hinterher

Düsseldorf. Landesliga-Kicker aus Dormagen verlieren in Rath 0:3. Von Patrick Radtke

Klar, der Abgang von Henry Thimm wiegt für die Landesliga-Fußballer des TSV Bayer Dormagen extrem schwer - immerhin war er gemeinsam mit Volker Helm so etwas wie der Mann der vergangenen Saison beim TSV. Doch im ersten Spielabschnitt war es eher Bodo Fierens Kopfballstärke, die eklatant fehlte und dem Rather SV eine 2:0-Pausenführung ermöglichte. Zwei, zugegeben sehr stark getretene Standards von Raths Bojan Katic waren für Dormagen nicht zu verteidigen und leiteten so die 0:3-Auftaktniederlage nach der Wiederkehr in die Landesliga ein.

"Die hohen Bälle waren schwer zu verteidigen, da war uns Rath einfach physisch überlegen. Dennoch sind heute drei Viertel der Mannschaft unter ihren Möglichkeiten geblieben. Wir können es viel besser, haben uns aber für die schwache Vorbereitung bestraft. Ich hoffe, dass dies nun ein Schlag vor den Kopf war, so dass die Mannschaft jetzt wach ist", haderte TSV-Coach Carlos Perez mit dem Auftritt seiner Truppe. Ohne den zuletzt so starken Nils Mäker und den angeschlagenen Helm in der Startelf, musste TSV-Schlussmann Arthur Rothkegel schon nach drei Minuten das erste Mal hinter sich greifen, als Raths Niklas Wesseln am langen Pfosten freistehend einköpfte. Allgemein tat sich Dormagen extrem schwer gegen die flinken Düsseldorfer, die den Gegner zwar mit ständigen Positionswechseln verwirrten, aber im Offensivspiel dennoch die ein oder andere Ungenauigkeit an den Tag legten. Doch aus den vielen Fehlpässen konnte der TSV nichts Zählbares machen. Zu schnell verloren die zentralen Mittelfeldspieler den Ball, so dass die Offensivkräfte völlig in der Luft hingen. Mehr als vereinzelte Distanzschüsse, waren nicht zu vermerken. Anders sah es da bei Rath aus. Immer wieder stoßen die Landeshauptstädter über die Flügel nach vorne und erhielten dort einige Freistöße oder Ecken. Einer dieser ruhenden Bälle sorgte dann auch für das 2:0. An der Fünfmeterlinie stieg Waldemar Schöner höher als jeder Dormagener und köpfte gegen Rothkegels Laufrichtung ins Tor. Es sollte eine Art Vorentscheidung gewesen sein. Zwar versuchte der TSV im zweiten Spielabschnitt mit frühem Pressing noch einmal alles, wirklich gefährlich wurde es jedoch nur einmal, als Kapitän Sven Sistig zum Dropkick ansetze, den Ball aber nicht im Kasten unterbrachte. Spätestens mit dem dritten Treffer für den RSV war die Partie entschieden. Der Mittelfeldmann wurde von Tom Hirsch mustergültig freigespielt, ließ Yannick Schmitz noch ins Leere grätschen und vollendete ins kurze Eck.

"Rumheulen nützt nichts, nun müssen wir weiterarbeiten", fand Perez nach dem Abpfiff deutliche Worte. Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich schon am Mittwoch. Dort trifft der TSV am heimischen Höhenberg auf Union Nettetal (Anpfiff 19.30 Uhr), ehe es am Sonntag zum 1.FC Monheim geht.

Quelle: NGZ
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