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Lokalsport
TSV übernimmt die Rote Laterne nach 1:5-Debakel in Viersen

Rhein-Kreis. Landesliga: Gegen das bisherige Tabellenschlusslicht präsentiert sich Dormagen desolat. Auch Jüchen und Nievenheim verlieren.

1:5 beim Tabellenschlusslicht. Eine klarere Pleite kann es kaum noch geben. Die Fußballer des TSV Bayer Dormagen haben es auch am neunten Spieltag nicht geschafft, einen Sieg zu holen.

Im Gegenteil, gegen den 1. FC Viersen gab es eine peinliche Niederlage, die zeigt, dass der TSV in der aktuellen Verfassung nicht Landesliga-tauglich ist und möglicherweise schon in der nächsten Partie gegen den VdS Nievenheim mit einem neuen Trainer an der Seitenlinie vorlieb nehmen muss. "Ich bin tierisch enttäuscht. Ich habe mir schon in der vergangenen Woche lange Gedanken gemacht und wir hatten viele Gespräche mit der Mannschaft und dem Vorstand. Es geht nicht darum, dass wir fünf Tore bekommen haben, sondern um die Art und Weise des Auftretens. Ich werde nun noch eine Nacht darüber schlafen und dann ein Gespräch mit dem Vorstand führen", sagte Coach Carlos Perez.

Schon nach zwanzig Minuten erzielte Viersen die Führung, die Dormagen jedoch im Handumdrehen durch Marius Frassek kontern konnte. Nach dem zweiten Gegentreffer in der 44. Minute brachen dann jedoch alle Dämme in der TSV-Hintermannschaft. "Wenn du beim Schlusslicht mit einem 1:5 gut bedient bist, spricht dies eine eindeutige Sprache. Momentan bin ich ratlos. Jeder wusste, worum es heute geht. Dass, was ich heute auf dem Platz gesehen habe, beantwortet mir eigentlich alle Fragen. Es ist ein Tiefschlag, der wehtut", zeigte sich Perez nachdenklich.

Ebenfalls völlig hinter den eigenen Erwartungen bleibt weiterhin der VdS Nievenheim. Gegen die SSVG Heiligenhaus setzte es beim 0:3 schon die fünfte Saisonniederlage. "Wir haben mal wieder zu viele individuelle Fehler gemacht, welche zu den Toren geführt haben. Eigentlich war es ein chancenarmes Spiel, in dem sich keine der beiden Mannschaften spielbestimmend gezeigt hat", beschrieb Nievenheims Co-Trainer Sinan Muslu die Partie. Dennoch setzte sich Heiligenhaus beim Führungstreffer durch Philipp Horn nach 68 Minuten über die linke Seite durch und baute die Führung mitten in der Druckphase des VdS in der Schlussphase durch Muhammet Bayrak und Mustafa Kalkan noch aus. Mit sechs Punkten steht Nievenheim auf einem schwachen sechzehnten Tabellenplatz "Nun muss auf jeden Fall ein Umdenken her. Die nächsten zwei Spiele werden schwer. Erst geht es ins Derby gegen Dormagen, dann kommt Nettetal", so Muslu.

Mit dem VfL Jüchen/Garzweiler hat auch die dritte Landesliga-Mannschaft aus dem Kreis den Platz als Verlierer verlassen. Für Union Nettetal reichte ein Doppelpack von Andre Kobe, um die Jüchener schachmatt zu setzen. "Wir haben tief gestanden und auf Konter gelauert. Das hat zunächst super geklappt und wir hatten drei einhundertprozentige Chancen, während Nettetal vor dem 0:1 nicht einmal auf unseren Kasten geschossen hatte", ärgerte sich Jüchens Coach Sebastian Muyres. Es waren die gegnerischen Standards, bei denen der VfL Schwächen offenbarte. Zunächst führte ein abgefälschter Freistoß zum 0:1 durch Kobe, dann köpfte Andreas Jus unbedrängt nach einer Ecke ein. "Nach dem ersten Tor war es ein Mittelfeldgeplänkel, wobei wir keine weiteren Chancen zugelassen haben. Wir sind mit Elan aus der Pause gekommen, mussten aber nach dem 0:2 aufmachen. Dann hat Nettetal die Qualität, die Konter zu stechen. Insgesamt ist der Sieg verdient, es hätte aber auch anders laufen können", sagte Muyres.

(pr)
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