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Lokalsport
TuS stoppt gegen Kaarst den Abwärtstrend

Grevenbroich. Nach drei Niederlagen in Serie gewinnt der Fußball-Bezirksligist aus Grevenbroich zu Hause mit 3:1. Von Christos Pasvantis

Aufatmen beim TuS Grevenbroich. Nach drei klaren Niederlagen war der Bezirksligist im Heimspiel gegen die SG Kaarst gefordert und lieferte beim 3:1-Erolg (2:0) eine überzeugende Vorstellung gegen enttäuschende Gäste ab.

Dementsprechend gelöst wirkte Trainer Hermann-Josef Otten, der schon den wichtigen Treffer zum 2:0 deutlich energischer als gewohnt gefeiert hatte, nach dem Schlusspfiff: "Dass da auch eine Last abfällt, ist doch klar. Wir hatten an den letzten Niederlagen zu arbeiten, heute hat die Mannschaft das gut gemacht." Dabei reichte eine solide Leistung gegen eine Kaarster Mannschaft, die es nicht schaffte, ihre zahlreichen Ausfälle in der Abwehrkette zu kompensieren. So standen in Ferhat Yildiz und Özcan Gaman zwei zentrale Mittelfeldspieler in der Innenverteidigung und hatten mit den konsequent in einer kompakten 4-4-2-Formation anlaufenden Grevenbroichern große Probleme im Spielaufbau. "Wir wussten, dass die Kaarster im Angriff Qualität haben, hinten aber nicht eingespielt sind. Die Idee war, das zu nutzen", erklärte Otten, dessen Gegenüber Mo Elmimouni seiner Defensive aber keinen Vorwurf machen wollte: "Die Jungs sind das auf dieser Position nicht gewohnt. Klar, dass sie dann Probleme bekommen."

Nachdem Alexander Sitter und Sascha Pisasale zu Beginn noch zwei gute Kaarster Chancen zur Führung ausließen, schlug Lars Faßbender für den TuS gleich doppelt zu. Seine wohl eher als Flanke gedachte scharfe Hereingabe aus dem linken Halbfeld schlug genau im Torwinkel ein (38.), nur eine Minute später tankte sich Faßbender viel zu leicht auf der linken Seite durch und legte Tim Gauls das 2:0 auf. Der Mittelfeldspieler war es auch, der per Eckstoß das 3:0 durch Tim Allroggen einleitete (59.).

Was Elmimouni von der Leistung seiner Elf hielt, war bei seiner Halbzeitkabinenpredigt, die quer durch das gähnend leere Schlossstadion schallte, deutlich zu vernehmen. Einen großen Vorwurf wollte er seiner Elf, die durch einen feinen Schlenzer von Alexander Cule zumindest noch das 1:3 nachlegte (85.), aber nicht machen: "Es war mir klar, dass so etwas passiert. Wir sind im Training mit zwölf Leuten, da kannst du keinen Druck machen. Die Spieler wissen ja sowieso, dass sie spielen. Das war schlecht und ich bin nicht zufrieden, in der aktuellen Situation ist es aber auch schwierig."

Nicht verstehen kann er, dass seitens des Vereins keine Unterstützung aus der Zweitvertretung, die in der Kreisliga A um den Aufstieg mitspielt, gewünscht ist: "Dann verstehe ich den Sinn einer Reserve nicht. Der Verein muss immer über allem stehen. Wir hätten heute jeden Mann aus der Zweiten gebrauchen können. Ich verstehe auch nicht, was es bringt, wenn man dann vielleicht mit zwei Mannschaften in der Bezirksliga spielt."

Quelle: NGZ
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