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Überraschung: Neujahrsrenntag in Neuss

Lokalsport: Überraschung: Neujahrsrenntag in Neuss
Northsea Star gehört zu den prominenten Startern am Dienstag auf der Neusser Galopprennbahn. Er war im Deutschen Derby dabei, in Köln siegte er vor einem Jahr mit Martin Seidl (Bild). FOTO: tuchel
Neuss. Am Dienstag sind alle acht Rennen am Hessentor "ausgebucht": Mehr als 100 Pferde sind am Start. Von Klaus Göntzsche

Um die Renntermine der Wintersaison in Neuss und Dortmund ab 2018 ist in den letzten Wochen hinter den Kulissen heftig diskutiert worden. Gestern mit einem für Neuss völlig überraschenden Resultat: Es wird am Hessentor einen Renntag am Neujahrstag 2018 ab 16.30 Uhr geben.

Dazu Rüdiger Schmanns vom Galopper-Dachverband in Köln, der die Gespräche mit den französischen Partnern des deutschen Galoppsports führte: "In Neuss waren normalerweise die ersten Rennen am 23. Januar 2018 geplant. Das wären dann vier Wochen Pause vom letzten Renntag am 23. Dezember gewesen. Dann wurde uns der 1. Januar 2018 angeboten. Den haben wir dann für Neuss genommen." Es geht dann in Neuss weiter am Dienstag, 23. Januar um 17 Uhr, Samstag 27. Januar um 11.30 Uhr, Dienstag, 6. Feburar um 17 Uhr. Dienstag, 27. Februar um 17 Uhr und Samstag, 13. März um 17 Uhr.

Am kommenden Dienstag (21. November) werden acht Rennen von 17 bis 20.45 Uhr ausgetragen. Mit fast sensationell zu nennenden Besetzungen, denn in fünf der acht Rennen geht die Maximalzahl von 14 Pferden an den Start. Insgesamt sollen 100 Pferde antreten. Es wollten sogar noch mehr Trainer und Besitzer ihre Vollblüter laufen lassen und deshalb musste nach einem komplizierten Ausscheidungsverfahren das Feld auf die maximal 14 zugelassenen Pferde reduziert werden.

Für die wettfreudigen Franzosen sind große Felder ein besonderes Vergnügen. Am Start ist die aktuell verfügbare Jockey-Elite mit Champion Filip Minarik an der Spitze. Im Kampf um das Jockey-Championat muss sein Rivale Alexander Pietsch wegen einer Sperre nach einem von ihm angeblich mit verschuldeten Rennunfall im belgischen Mons zuschauen. Minarik reitet in allen acht Rennen. Er hat in dieser Saison insgesamt 65 Rennen gewonnen, bei Pietsch sind es bislang 62.

Im vorletzten Rennen sattelt der amtierende und designierte Championtrainer Markus Klug mit dem Hengst Northsea Star aus dem Gestüt Wittekindshof sogar einen Derbystarter. Dort wurde er allerdings nur Vorletzter. In Neuss soll er sich für das Derby von Katar am 30. Dezember warmlaufen und dem Trainer noch einen Punkt im Championatskampf sichern. Andreas Helfenbein wird ihn reiten.

Der Mülheimer Rennverein hat überraschend einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Erst vor Kurzem war es mit Hilfe des Dachverbandes in Köln gelungen, aktuelle finanzielle Probleme zu lösen und damit auch den Fortbestand der Trainingsanlage zu sichern. In diesem Jahr fanden am einstmals für den deutschen Rennsport so bedeutenden Raffelberg noch vier meist sehr gut besuchte Renntage statt.

Quelle: NGZ
 
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