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Uedesheim für TSV Bayer letzter Stolperstein

Lokalsport: Uedesheim für TSV Bayer letzter Stolperstein
Ein gewohntes Bild: Die Dormagener wie Henry Thimm, Nicholas Eifler, Volker Helm, Bek Osaj, Oliver Gammon und Sven Sistig (v. l.) haben 20 ihrer bislang 26 Saisonspiele gewonnen und blieben 15 Mal ohne Gegentor. FOTO: a. tinter
Rhein-Kreis. Gewinnt der Bezirksliga-Tabellenführer aus Dormagen auch im Neusser Süden, steht dem Aufstieg nicht mehr viel im Weg. Von Christos Pasvantis

Sechs Spieltage vor Saisonende kann der TSV Bayer Dormagen auf dem Weg zum Aufstieg einen wichtigen Schritt gehen. Während es für Grevenbroich, Kaarst, Uedesheim und Kapellen um nichts mehr geht, können Holzheim und Gnadental den Ligaverbleib so gut wie perfekt machen.

SV Uedesheim (6.) - TSV Bayer Dormagen (1.). Klar, auch die fünf Gegner, die nach dem SVÜ noch auf den Tabellenführer warten, sind alles andere als Fallobst. Doch angesichts der Dormagener Dominanz wäre es schon eine riesige Überraschung, sollte der TSV in den letzten fünf Spielen gegen Strümp, in Neuwerk, gegen den PSV Mönchengladbach, in Schiefbahn und gegen Kapellen noch ins Stolpern geraten. "Vom Papier her ist das mit Sicherheit der stärkste Gegner, den wir noch vor uns haben", sagt Trainer Carlos Perez vor dem morgigen Gastspiel, bleibt angesichts von nur einem Gegentor aus zehn Rückrundenspielen aber gelassen: "Uedesheim hat seine Stärken sicherlich in der Offensive, wir spielen aber eine gute und stabile Saison. Wenn wir ähnlich gut wie zuletzt spielen, haben wir alle Chancen." Spätestens seit dem sofortigen Rücktritt von Trainer Guido Kopp, der nicht bereit war, unter seinem designierten Nachfolger Ingmar Putz künftig den Co-Trainer zu spielen, dürfte die Saison für Uedesheim hingegen gedanklich beendet sein. "Es gab viele Gespräche mit Ingmar und Guido, am Ende ist es für alle Seiten schade, dass es so gekommen ist. Die Mannschaft will die Saison auf jeden Fall anständig zu Ende bringen", sagt der bisherige Co-Trainer Aldin Talic, der das Team bis zum Saisonende betreut.

SC Schiefbahn (16.) - DJK Gnadental (12.). Drei Teams mit je 20 Punkten auf den Abstiegsplätzen, davor Willich mit 22 und Neuwerk mit 25 - der Bezirksliga blüht im Abstiegskampf ein Herzschlagfinale. Aus dem würde sich die DJK, die acht Zähler Vorsprung und ein Spiel mehr gegenüber den Vereinen aus dem Tabellenkeller in der Hinterhand hat, gerne heraushalten. "Mit einem Sieg müssten wir durch sein", glaubt Trainer Jörg Ferber, der unter der Woche im Training eine fokussierte Mannschaft erlebte: "Die Stimmung ist sehr gut, jeder Spieler weiß genau, um was es am Sonntag geht."

Holzheimer SG (11.) - SV Lürrip (4.). Mit acht Punkten aus den jüngsten vier Spielen hat sich auch die HSG aus dem Gröbsten befreit, Trainer Guido van Schewick hätte nichts gegen einen entspannten Saisonausklang: "Es sieht ganz gut aus, aber der eine oder andere Punkt wäre mir aus den nächsten Spielen schon ganz lieb." Gegen Lürrip sei nach dem 2:8-Debakel im Hinspiel ohnehin noch eine Rechnung offen: "Da haben wir definitiv etwas gutzumachen."

SG Kaarst (5.) - VfL Willich (14.). Die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel führt auch SG-Trainer Dirk Schneider als Motivationshilfe für seine Elf an. Dass bei seiner Mannschaft in den bedeutungslosen letzten Saisonwochen die Luft raus ist, glaubt der zum Saisonende nach zehn Jahren im Amt scheidende Coach ohnehin nicht: "Wir sind alle Fußballer und wollen jedes Spiel gewinnen. In der letzten Saison haben wir auch zum Schluss fünf Mal gewonnen, obwohl es um nichts mehr ging."

TuS Grevenbroich (7.) - SC Kapellen II (9.). Ganz anders sieht das TuS-Trainer André Theißen, der unumwunden zugibt: "Ich glaube, für uns ist die Luft ein bisschen raus. Man merkt schon, dass der eine oder andere beim Training nicht mehr ganz zu 100 Prozent mitzieht." Was natürlich auch damit zusammenhängen könnte, dass für Theißen im Sommer nach nur anderthalb Jahren in Schlossstadion Schluss ist. Obwohl das Grevenbroicher Stadtduell bei den Beteiligten mit Sicherheit nicht die ganz großen Emotionen weckt, hofft der Trainer gegen den SCK auf ein spannendes Spiel: "In Derbies darf man nie locker lassen, egal zu welchem Zeitpunkt der Saison. Da will jeder ein gutes Spiel machen und gewinnen." Fehlen wird dabei wegen einer Gelbsperre der für die Grevenbroicher eigentlich unersetzliche Martin Hermel (siehe Infokasten).

Quelle: NGZ
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