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Uedesheims langer Weg bis zum Aufstieg

Lokalsport: Uedesheims langer Weg bis zum Aufstieg
Im Hinspiel setzten sich Samir Saysay (M.) und der SV Uedesheim knapp mit 1:0 gegen Kaarst durch. Morgen werden sie zumindest dem verletzten Spielmacher Alexander Sitter (l., elf Torvorlagen) aus dem Weg gehen können. FOTO: woi
Rhein-Kreis. In der Bezirksliga hat der SVÜ noch maximal sieben Spiele bis zum großen Ziel. Fernduell zwischen Gnadental und Rommerskirchen. Von Christos Pasvantis

Der Großteil der Bezirksligisten kann sich drei Spieltage vor Schluss gedanklich schon voll auf die Planung der neuen Saison konzentrieren - im Falle Kapellens und Delhovens eine Liga tiefer. Für Gnadental und Rommerskirchen geht es allerdings in einem engen Rennen noch um den Ligaverbleib, während Uedesheim den Aufstieg anpeilt.

SG Kaarst (13.) - SV Uedesheim (2.). Es ist noch ein steiniger Weg, wenn der SV Uedesheim nach zwei Jahren tatsächlich zurück in die Landesliga will. Erst muss in den verbleibenden drei Spielen noch der vier Punkte schlechtere SSV Berghausen auf Distanz gehalten werden, dann muss man sich in der Relegation gegen gleich sieben Mitbewerber durchsetzen (siehe Infokasten) - und dazu steht am kommenden Mittwoch ganz nebenbei noch das Kreispokalfinale gegen den TSV Bayer Dormagen an. "Das ist ein schönes Highlight, das die Jungs sich verdient haben", sagt Trainer Ingmar Putz, legt seinen Fokus aber natürlich trotzdem voll auf die Liga: "Es sind erstmal noch drei Spiele. Und Berghausen macht auf mich nicht den Eindruck, dass sie noch einbrechen werden. Wir brauchen noch zwei Siege und Kaarst wird es uns mit Sicherheit nicht einfach machen." Im Gegenteil: Auch wenn die SG gerettet ist, ist Coach Yasar Kurt noch hungrig: "In einem Kreisduell will man sich immer von seiner besten Seite zeigen. Wir wollen Uedesheim zumindest ärgern und es ihnen so schwer wie möglich machen." Mit der letztendlich sorgenfreien Rückrunde ist der Coach zufrieden: "Wir haben die interne Zielsetzung frühzeitig erfüllt und unseren fußballerischen Vorstellungen dabei meistens gut umgesetzt." Fehlen werden morgen wohl Alexander Sitter, Thomas Tillenburg und Jens Bierbüsse, Uedesheim bangt noch um die als Wahlhelfer eingeteilten Lars Wyschanowski und Michael Maschke.

VfB Hilden II (4.) - DJK Gnadental (14.). Unten im Tabellenkeller liegt Gnadental hauchdünn auf einem Nichtabstiegsrang. Nur das um acht Treffer bessere Torverhältnis trennt die DJK von Rommerskirchen auf dem Relegationsplatz, TuRU Düsseldorf II liegt zwei Punkte dahinter auf dem Abstiegsplatz. In Hilden kann um 12.30 Uhr - direkt danach kämpft bei der Erstvertretung des VfB Oberligist SC Kapellen um den Ligaverbleib - ein großer Schritt getan werden, wie DJK-Coach Jörg Ferber glaubt: "Die Mannschaft ist gut drauf. Wenn du da punktest, wäre das schon ein ganz großer Schritt." Einem Endspiel gegen Rommerskirchen zu Hause am letzten Spieltag will Ferber nämlich möglichst aus dem Weg gehen: "Ich hoffe sehr, dass wir bis dahin drei Punkte Vorsprung haben. Und wenn nicht, dann wird es eben ernst." Nicht dabei sein können Volkan Özkan und Patrick Becker, die beide an Leistenverletzungen laborieren. Angeschlagen sind zudem Mehmet Yilmaz und Maik Ferber.

MSV Düsseldorf (1.) - SG Rommerskirchen/Gilbach (15.). Falls Uedesheim in Kaarst patzt, könnte der MSV schon morgen die Meisterschaft perfekt machen. Unter Trainer Mo Elmimouni rollen die Düsseldorfer derzeit nur so durch die Liga, haben zehn Spiele in Folge gewonnen und dabei unter anderem in Kapellen (7:1), gegen Holzheim (6:2), in Lohausen (8:3) und zuletzt beim TuS (4:0) regelrechte Schützenfeste gefeiert. "Das wird die leichteste Übung", sagt SG-Trainer Oliver Lehrbach daher. Dabei bezieht er sich freilich aber nur auf seine Ansprache vor dem Spiel - denn schließlich hat seine Elf beim MSV nichts zu verlieren: "Wir versuchen, wie auch immer, da irgendetwas mitzunehmen, sind da aber relativ relaxt." Allerdings hat "Roki" bereits im Hinspiel eine seiner besten Saisonleistungen gezeigt und musste mit dem 1:1 am Ende laut Lehrbach unzufrieden sein: "Da hatten wir sie sogar am Rande einer Niederlage und hinten raus klare Torchancen zum 2:1." Dass der MSV damals in seiner schwächsten Saisonphase war, weiß der Trainer aber auch: "Daher erwarten wir uns am Sonntag eigentlich nichts."

Darüber hinaus spielen: Die Holzheimer SG kann ihre fünf Spiele andauernde Siegesserie zu Hause gegen die SG Unterrath ausbauen und damit sogar Tabellenplatz sechs angreifen. Der SV Bedburdyck/Gierath ist bei Schwarz-Weiß Düsseldorf zu Gast. Schlusslicht SC Kapellen II empfängt den FC Büderich, während der ebenfalls abgestiegene FC Delhoven bei TuRU Düsseldorf II zumindest der DJK und "Roki" einen großen Gefallen im Abstiegskampf tun könnte. Der TuS Grevenbroich ist beim Lohausener SV gefordert, der nach einer katastrophalen Serie zuletzt wieder besser in Form war.

Quelle: NGZ
 
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