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Lokalsport
VdS bewirbt sich für den Abstiegskampf

Nievenheim. Die Landesliga-Kicker aus Nievenheim unterliegen auf heimischer An-lage nach schwacher Leistung dem 1. FC Viersen hochverdient mit 0:1. Von Christos Pasvantis

Der VdS Nievenheim hat den Jahresauftakt in der Landesliga in den Sand gesetzt. Nach dem 0:3 gegen Odenkirchen setzte es am Samstag beim 0:1 (Halbzeit 0:0) gegen den 1. FC Viersen die nächste Heimpleite - und die war nach einer schwachen Leistung gegen den Tabellenvorletzten hochverdient.

"Der Vorletzte war uns in vielen Belangen überlegen", musste Trainer Sascha Querbach eingestehen. Schließlich waren es nur die mit fünf Niederlagen in Folge im Gepäck angereisten Viersener, die den Eindruck machten, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. "Die haben das gut gemacht, früh gepresst und uns so unter Druck gesetzt", fand Querbach. So erzwangen die aggressiven und laufstarken Gäste zahlreiche und teils haarsträubende Ballverluste im unkonzentrierten Nievenheimer Aufbauspiel. "Da war auf unserer Seite viel zu wenig Bewegung im Spiel, dann kommst du zwangsläufig in Bedrängnis", erklärte der Trainer. Der konnte froh sein, dass die Begegnung nicht schon nach 45 Minuten entschieden war - 0:3 hätte es zum Seitenwechsel nämlich durchaus stehen können. Nach einem schlampigen Ballverlust von Innenverteidiger Nils Dübbert verpasste Enrico Zentsch schon nach vier Minuten die Gästeführung mit seinem Pfostenschuss. Mit einem Kopfball an die Latte hätte Dübbert kurz darauf beinahe für den VdS getroffen. In der Folge spielte aber nur noch der FC: Denis Homann mit einem Lattenkopfball sowie zweimal Sean Herrmann und Petar Popovic vergaben hochkarätige Möglichkeiten. Dass es mit einem 0:0 in die Kabine ging, war einzig und allein dem glänzend aufgelegten Torhüter Fabian Ritterbach zu verdanken, der wie in der Vorwoche den Vorzug vor Kelvin Sanchez bekam. "Fabian war heute unser einziger Spieler auf dem Platz, der Normalform hatte. Ohne ihn hätten wir deutlich höher verloren", fand Querbach.

Der sah nur vereinzelte Ansätze seiner Mannschaft, die gegen leidenschaftlich verteidigende Viersener nie ins Spiel fand. Das änderte sich auch nicht, als er nach einer Stunde reagierte und in Stephan Volk und Nils Mäker zwei frische Kräfte brachte. "Am liebsten hätte ich heute noch viel häufiger als dreimal gewechselt", verriet Querbach. Einmal konnte Keeper Ritterbach gegen Popovic noch retten, kurz darauf war er nach einem weiteren schnellen Viersener Ballgewinn aber machtlos: Popovic war auf und davon und erzielte das Tor des Tages (70.). Erst danach schienen die Gastgeber wachzuwerden, schalteten einen Gang nach oben und kamen auch prompt zu Torchancen: Dübbert köpfte wieder knapp vorbei (72.), mit der besten Nievenheimer Gelegenheit scheiterte Kevin Scholz, als er nach einer flachen Hereingabe im letzten Moment am Abschluss ins leere Viersener Tor gehindert wurde.

Der VdS hat es damit verpasst, den Abstand auf den Tabellenkeller zu vergrößern. Fünf Punkte Vorsprung sind bei der aktuellen Form der Mannschaft kein beruhigender Vorsprung, auch wenn Querbach an Abstiegskampf noch nicht denken will: "Die Tabelle ist erst einmal zweitrangig. Wir müssen jetzt schauen, dass wir schnell wieder in die Spur kommen und wieder Punkte holen." Im Lokalduell gegen den VfL Viktoria Jüchen/Garzweiler - dem dritten Heimspiel in Folge - ist am kommenden Sonntag dafür aber eine gewaltige Leistungssteigerung nötig.

Quelle: NGZ
 
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