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Lokalsport
VdS kann mit dem Punkt gut leben

Viersen. Zum Landesliga-Start kehrt Nievenheim mit einem 1:1 vom 1. FC Viersen zurück. Von David Beineke

Eines hatten Willi Kehrberg als Trainer des 1. FC Viersen und Thomas Bahr als sein Kollege beim VdS Nievenheim gemeinsam. Sie konnten gut leben mit dem 1:1 (0:0), dass als Endergebnis nach dem Saisondebüt ihrer Mannschaften in der Fußball-Landesliga im Stadion am Hohen Busch zu Buche stand. Allerdings waren die Beweggründe für die Zufriedenheit unterschiedliche.

Denn während Bahr froh war, dass seine Truppe nach einer missratenen Vorbereitung und dem frühen Aus im Niederrheinpokal wenigstens defensiv gut stand und letztlich nicht als Verlierer vom Platz ging, freute sich Kehrberg über die Art und Weise, wie seine blutjunge Truppe Fußball mit Herz spielte. Es war sicher auch der personellen Notlage geschuldet, dass der FC-Trainer gleich sechs Akteure ohne Landesligaerfahrung im Alter zwischen 18 und 23 Jahren in der Startformation aufbot, doch schon im Vorfeld hatte er angekündigt, dies aus der Überzeugung heraus zu tun, dass er den Spielern den Sprung in die Landesliga zutraut. Das bestätigten sie gestern eindrucksvoll, denn gegen die routinierten Nievenheimer waren sie die klar bessere Mannschaft. Während die Gäste sehr defensiv agierten und nur auf den einen glücklichen Moment warteten, versuchten die Viersener stets von hinten heraus aufzubauen und spielerische Lösungen zu finden. "Normalerweise spielen wir auch anders. Aber weil wir nicht wussten, wo wir stehen, wollten wir hinten kompakt stehen, um uns Sicherheit zu holen", gab VdS-Coach Thomas Bahr zu Protokoll.

Und zunächst sah es auch so aus, als sollte die Rechnung aufgehen. Denn nach einer ersten Hälfte, in der die Viersener zwar überlegen waren, ihnen aber die nötige Überzeugung fehlte, um wirklich torgefährlich zu werden, gingen die Nievenheimer nach dem Seitenwechsel in der 52. Minuten mit ihrer ersten und einzigen Torchance direkt in Führung. Als Alexander Hauptmann die hoch aufgerückte Viererkette der Viersener mit einer Drehung und einem Pass in die Tiefe düpierte, ging Sebastian Schweers alleine auf das Tor zu und verwandelte sicher zum 1:0. Für Willi Kehrberg das Signal, in Holger Jansen einen erfahrenen und robusten Offensivspieler einzuwechseln. Besonders beachtlich war, wie die junge Viersener Mannschaft in der Folge versuchte, den Rückstand aufzuholen. Nicht kopflos und angesichts der schwindenden Zeit mit der Brechstange, sondern mit Ballstafetten und durchdachtem Positionsspiel. Zunächst sah es zwar lange so aus, als sollte der auch läuferisch enorme Aufwand nicht belohnt werden, besonders als VdS-Verteidiger Nils Dubbert einmal nach einem Schuss von Dustin Herrmann per Grätsche auf der Linie klärte (74.) und das andere Mal einen Schuss von Nedim Akkus über die Latte köpfte (81.). Doch in der 86. Minute war es dann der eingewechselte, vom A-Ligisten Teutonia Kleinenbroich gekommene Dominik Klouth, der den umjubelten Ausgleich für Viersen erzielte. "Schade, für diese Leistung hätte, die Mannschaft mehr verdient gehabt. Aber bei dem späten Tor können wir mit dem Punkt zufrieden sein", sagte Kehrberg.

Quelle: NGZ
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