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Lokalsport
VdS Nievenheim krönt sich verdient zum Kreispokalsieger

Vorst. Vor 520 Zuschauern ist der Landesligist gegen den Außenseiter SV Bedburdyck/Gierath beim 2:0-Sieg die cleverere Mannschaft. Von Christos Pasvantis

1. Mai 2013, Kreispokalfinale: Landesligist VdS Nievenheim, der sich um die Franciamore-Cousins, Kai Pelzer und Sascha Pelka ein Superteam zusammengestellt hat und ein Jahr später den Aufstieg in die Oberliga feiern wird, empfängt den A-Kreisligisten SV Bedburdyck/Gierath. Es ist hoffnungslos - der VdS überrollt den Außenseiter mit 5:0.

Drei Jahre später scheint alles beim Alten zu sein. Landesligist Nievenheim schlägt Gierath dieses Mal mit 2:0 (1:0) und krönt sich erneut zum Pokalsieger. Und doch hat sich einiges getan: Der SV, als bereits feststehender Kreisliga-A-Meister bis zu diesem Tag seit über einem Jahr ohne Pflichtspielniederlage, ist phasenweise das dominierende Team, bringt den Favoriten gehörig ins Schwitzen und scheitert auf dem Weg zum "Double" wohl nur an seiner mangelnden Erfahrung. "Das Spiel war völlig ausgeglichen", findet VdS-Trainer Thomas Bahr, der den Außenseiter lobt: "Dass ein Kreisligist mit einem klaren System spielt und geschlossen verschiebt, sieht man normalerweise nicht."

Gegenüber Jürgen Steins, dessen Elf auf dem Weg ins Endspiel in Holzheim, Grevenbroich und Dormagen drei Bezirksligisten aus dem Weg geräumt hatte, sah sich in seiner Taktik bestätigt: "Das Spiel ist genauso gelaufen, wie wir uns das vorgenommen hatten, durch unser Mittelfeldpressing haben wir viele Bälle gewonnen." Bereits in der ersten Minute scheiterte Kevin Mülfarth für den SV an der Latte, Marcel Preckel hätte ebenfalls für die Führung sorgen können (41.), Fabian Ritterbach parierte allerdings gut. Nievenheim hingegen schlug eiskalt zu: Simon Kozany staubte einen Eckball nach 43 Minuten zur Führung ab. Alexander Hauptmann nutzte den Platz, den ihm die Gierather Abwehr nach 84 Minuten anbot, konsequent zur Entscheidung aus. Diese Cleverness und Effektivität machten Nievenheim zum verdienten Sieger.

"Es war ein enges Spiel, aber wir haben die Tore halt gemacht. Die Mannschaft ist konzentriert geblieben und hat nach dem Lattenschuss in der ersten Minute kaum etwas zwingendes mehr zugelassen", sagte Bahr. Steins stimmte zu: "Wir haben es im Endeffekt nicht geschafft, mit dem letzten Pass richtig gefährlich zu werden. Trotzdem kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen, die eine Riesensaison gespielt haben. Einen Zweiklassenunterschied habe ich heute nicht gesehen." Bahr, der in seinem ersten Amtsjahr die Nievenheimer "Übergangssaison" nach dem direkten Wiederabstieg in die Landesliga souverän gemeistert hat, sieht den Pokalsieg als verdienten Lohn für seine Mannschaft an: "Die Saison war in dieser schwierigen Liga wirklich ordentlich. Den Klassenerhalt haben wir sicher, von daher ist das ein super Saisonabschluss."

Deutlich besser als zuletzt war übrigens auch die Zuschauerresonanz. 520 Zuschauer fanden sich am Mittwochabend auf der schicken Sportanlage der Sportfreunde Vorst am Georg-Büchner-Gymnasium ein - in den Vorjahren waren es, auch wegen teils unsäglicher Terminansetzungen, kaum noch über 100 Besucher gewesen.

Quelle: NGZ
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