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Vera Spanke rudert in Richtung U23-WM

Lokalsport: Vera Spanke rudert in Richtung U23-WM
Hatte im Zielder Deutschen Kleinbootmeisterschaften auf dem Elfrather See gut lachen: Vera Spanke belegte im Leichtgewichts-Einer Rang drei. FOTO: B. Spanke
Neuss. Die Neusserin belegt bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Krefeld Rang drei. Alexandra Höffgen muss nach Halbfinale passen. Von Volker Koch

Vera Spanke hält Kurs auf die U23-Weltmeisterschaften der Ruderer, die vom 19. bis 23. Juli im bulgarischen Plovdiv ausgetragen werden. Die 20-Jährige belegte bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften auf dem Elfrather See in Krefeld Rang drei im A-Finale der Frauen im Leichtgewichts-Einer. Für die anderen vier Starter des Neusser Rudervereins verlief das "Heimspiel" hingegen nicht nach Wunsch.

Vera Spanke hatte schon bei den Langstreckentests über 6000 Meter Anfang April angedeutet, dass mit ihr in diesem Jahr zu rechnen sein würde. Trotzdem hatte sie sich für die Deutschen Meisterschaften, bei denen U 23 und A-Seniorinnen gemeinsam starten und gewertet werden, "nur" das Halbfinale der besten zwölf als Ziel gesetzt. Um das zu erreichen, musste sie sich im Vorlauf gegen die Bremerin Luise Asmussen durchsetzen, deren Ergometer-Bestzeit rund zehn Sekunden besser ist als die der Neusserin. Doch schon nach der Hälfte der 2000-Meter-Distanz hatte sich Spanke abgesetzt und erreichte damit das Viertelfinale. Hier musste sie sich zwar Leonie Pless, die im April den Langstreckentest gewonnen hatte, geschlagen geben, zog als Zweite mit drei Sekunden Vorsprung auf die letztjährige U23-WM-Teilnehmerin Kathrin Morbe ins Halbfinale ein. In dem belegte sie hinter Olympiastarterin Ronja Sturm und der drittbesten Zeit aller Halbfinalistinnen ebenfalls Rang zwei. Im Finale galt ihr Hauptaugenmerk der anderen U23-Starterin Sophia Krause (Limburg). Ihr Rezept war einfach: "Nach den ersten 500 Metern so viele Boote hinter mich bringen, wie es geht, und dann mal sehen." Das gelang, nach 1000 Metern lag Vera Spanke an dritter Stelle und rettete diesen Rang hinter den favorisierten Leonie Pless (Frankfurt) und Ronja Sturm (Brandenburg) auch ins Ziel. "Damit hat sie einen großen Schritt Richtung U23-WM getan und darf jetzt sogar von der A-WM träumen", sagt Vater Bernhard Spanke - die wird vom 24. September bis 1. Oktober in Sarasota in Florida ausgetragen.

Die anderen drei NRV-Starter wurden von Krankheiten oder Verletzungen geplagt. So klagte Alexandra Höffgen schon länger über Rückenschmerzen, schaffte im Frauen-Einer aber trotzdem als Vorlauf-Zweite und Viertelfinal-Dritte den Einzug ins Halbfinale, wo sie dann aber passen musste und zum B-Finale nicht mehr antrat. Cosima Clotten war seit dem Trainingslager erkältet, kam deshalb in ihrem Vorlauf nicht über den fünften Platz bei den Juniorinnen hinaus. Und Benedict Antony muss sich erst an seinen neuen Ruderpartner Jan Hermanns (RTHC Leverkusen) gewöhnen, nachdem sein bisheriger Zweierpartner Maximilian Schoth dem Leistungsrudern adé gesagt hat. Nach erst wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten belegten die beiden Juniorinnen im sechsten Endlauf Rang vier.

Quelle: NGZ
 
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