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Lokalsport
Vera Spanke rudert zur Bronzemedaille

Lokalsport: Vera Spanke rudert zur Bronzemedaille
Freuen sich bei der Siegerehrung über WM-Bronze: Leonie Neuhaus, die Neusserin Vera Spanke, Louise Asmussen und Marion Reichhardt (v.l.). FOTO: DRV
Neuss. Bei den U23-Weltmeisterschaften in Plovdiv belegt die Neusserin im deutschen Leichtgewichts-Vierer den dritten Platz.

Ein klitzekleiner Fahrfehler nach knapp der Hälfte der Strecke hat die deutschen Leichtgewichts-Ruderinnen die Silbermedaille bei den U23-Weltmeisterschaften im bulgarischen Plovdiv gekostet.

Denn mit einem Zwischenspurt nach 800 Metern hatte sich der Vierer mit Vera Spanke (Neusser Ruderverein), Marion Reichhardt (Leipzig), Luise Asmussen (Vegesack) und Leonie Neuhaus (Essen) an den Niederlanden vorbei auf den zweiten Platz hinter den deutlich führenden Italienerinnen geschoben. Dann unterlief Schlagfrau Leonie Neuhaus ein Steuerfehler, Luise Asmussen touchierte eine Boje, wodurch sie sich beim nächsten Schlag einen "Krebs" fing - so nennen es die Ruderer, wenn sich das Ruderblatt im Wasser verfängt.

Was meistens Zeit kostet. So auch im EM-Endlauf am Samstag. Zwar kämpfte sich das Quartett, das sich zwei Tage zuvor mit der schnellsten Vorlaufzeit (6:34,950) für das Finale qualifiziert hatte, noch einmal an die zweitplatzierten Niederländerinnen heran. Doch das kostete zu viel Kraft, so dass am Ende "nur" Platz drei und die Bronzemedaille heraussprang.

"Das Rennen war durchwachsen. Wir hatten einen Krebs kurz vor der Brücke gefangen, daher haben wir den zweiten Platz verloren, aber den dritten gewonnen", kommentierte Vera Spanke den Rennverlauf. Für den neuen U23-Weltmeister Italien hatte die 20-Jährige nur Lob parat: "Die waren richtig gut."

In der Tat übernahm der italienische Vierer mit Asja Maregotto, Paolo Piazolla, Valentina Rodini und Giovanna Schettino von Beginn an die Führung und lag am Ende satte sechs Sekunden vor den Niederlanden (Marike Veldhus, Iris Hochstenbach, Anna Verkuil, Martine Veldhuis). Die Siegerzeit von 6:25,960 Minuten bedeutete einen neuen Meisterschaftsrekord, der Abstand zwischen den Zweitplatzierten (6:31,940) und dem deutschen Boot (6:32,260) war deutlich knapper. Die Schweiz (6:36,010), Großbritannien (6:37,130) und Australien (6:38,170) belegten die folgenden Plätze.

(-vk)
 
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