| 00.00 Uhr

Lokalsport
Verlegungschaos trübt Stimmung vor Derby

Rhein-Kreis. Herren-Oberliga: TG Neuss absolviert einen Doppelspieltag gegen Brühl und die DJK Holzbüttgen.

Eigentlich ruht in den Osterferien der Spielbetrieb in den höheren Tischtennis-Ligen. In diesem Jahr sieht das anders aus. Die TG Neuss bestreitet am Wochenende sogar einen Doppelspieltag: Am Samstag (18.30 Uhr, Grundschule Brühl-Vochem) gastieren die Neusser beim Tabellenletzten TTC Brühl-Vochem. Am Sonntag ab 14 Uhr kommt es in der Sporthalle der Maximilian-Kolbe-Schule an der Bergheimer Straße zum vorgezogenen Lokalderby gegen die DJK Holzbüttgen. Rund um diese Partie gab es viel Ärger um den Termin.

Eigentlich war die Begegnung für den letzten Spieltag am 23. April vorgesehen. Da DJK-Spieler Nicolas Kasper an diesem Wochenende aber an den Deutschen Jugend-Meisterschaften teilnimmt und dies als offizieller Verlegungsgrund gilt, musste ein anderer Termin her. Der war aber so schnell nicht zu finden. Deshalb legte der Deutsche Tischtennis-Bund einen Termin fest, eben den jetzigen Sonntag. Rasch stellte sich heraus, dass vor allem für die DJK der Termin noch wesentlich ungünstiger ist als der eigentlich geplante. Einige Spieler befinden sich in den Osterferien, zudem richtet der Verein am Wochenende sein großes "Drive-Turnier" aus, bei dem viele Helfer benötigt werden, und Jan Medina spielt in Chile um die Einzel-Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio.

Unter diesen Umständen wollten die Holzbüttgener das Spiel wieder auf den ursprünglichen Termin zurückverlegen. Die TG Neuss zeigte sich kooperativ und wäre dazu auch bereit gewesen. Allerdings spielt jetzt der DTTB nicht mehr mit und beharrt darauf, dass die Partie am kommenden Sonntag stattfindet.

Bei DJK-Kapitän Joachim Beumers ist die Verärgerung darum groß: "Es ist schon ziemlich frustrierend und enttäuschend. Hier scheinen einige Leute immer noch nicht den Ernst der Lage verstanden zu haben. Wenn ich mir die anderen Klassen ab Oberliga anschaue, stelle ich immer wieder fest, dass sich Vereine mehr und mehr zurückziehen und lieber NRW-Liga abwärts spielen." Er hätte sich da mehr Entgegenkommen seitens der Funktionäre gewünscht. Deshalb steht für ihn das Derby auch unter "keinem guten Stern". Die Kaarster werden, den Umständen entsprechend, am Sonntag wohl mit einer "Rumpftruppe" antreten. Aber auch bei der TG steht der genaue Personaleinsatz für beide Wochenendpartien noch nicht fest. Die Quirinusstädter, die bereits aktiv mit der Planung für die kommende Saison beschäftigt sind, sehen die Aufgaben relativ entspannt: "Bei uns geht es in beiden Spielen quasi um nichts, dennoch wollen wir die Punkte holen", sagt TG-Kapitän Bernd Forelle.

Vor der Mannschaft aus Brühl-Vochem warnt er: "Die sind nicht zu unterschätzen und wollen im Abstiegskampf bestimmt alles versuchen, um zwei Punkte zu holen. Im Lokalderby rechnet er wegen des Verlegungschaos' mit einer stark geschwächten DJK-Mannschaft. Dennoch gilt für ihn der alte Spruch: "Das Derby hat seine eigenen Gesetze."

(-rust)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Verlegungschaos trübt Stimmung vor Derby


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.