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VfL findet nie die richtigen Lücken

Lokalsport: VfL findet nie die richtigen Lücken
Neue Spielsituation oder nicht? Das 2:1 für den Mettmann sorgte für viele Diskussionen - auch beim Schiedsrichtergespann. NGZ-Foto: Andreas Woitschützke FOTO: ASV
Jüchen. Landesliga: Jüchen hadert mit sich und dem Schiedsrichter nach der 1:3-Pleite. Von Patrick Radtke

Das hatten die Landesliga-Kicker des VfL/Jüchen Garzweiler in dieser Saison noch nicht erlebt: Der ASV Mettmann begann gegen die Hausherren mit einer Fünferkette, vor der auch noch zwei defensive Mittelfeldspieler als Staubsauger agierten. Die Räume in der Offensive waren somit verdammt eng. Dies allein erklärt jedoch nicht die 1:3-Niederlage (Halbzeit 1:0) gegen das vorherige Schlusslicht.

Zunächst übernahm der VfL, der am Sonntag als einziges Kreis-Team kickte (Nievenheim und Kapellen sind aufgrund des Niederrheinpokals erst am Mittwoch gefordert), das Kommando. So hätte Thorben Schmitt nach fünf Minuten auf 1:0 stellen können, ein Kicker des ASV kratzte den Ball jedoch noch von der Linie. In der Folge fehlte Jüchen die Inspiration auf dem Feld - Ideenlosigkeit und Unzufriedenheit mit dem eigenen Spiel machten sich breit. Wie aus dem Nichts dennoch der Führungstreffer für Viktoria: Aus dem Halbfeld drosch Phillip Erkes den Ball in die Mitte. Dort hatte sich Danny Hepner von seinem Gegenspieler freigestohlen, nutzte den Platz für eine perfekte Brustannahme und traf volley zum 1:0 ins Glück. Ein sehenswerter Treffer, der dennoch nicht das nötige Selbstvertrauen brachte.

Hochklassig war das nicht, was die Mannschaften in den ersten 45 Minuten zeigten. Dies änderte sich auch in der zweiten Hälfte nicht: Doch da lief es in den entscheidenden Situationen gegen den VfL. Die Partie war gerade einmal seit neun Minuten wieder angepfiffen, da spielte Konstantine Jamarishvili einen Fehlpass in der Vorwärtsbewegung. Tatsuro Kitahashi schnappte sich die Kugel, zog unwiderstehlich nach innen und ließ Paulußen mit einem satten Linkschuss keine Chance. Jüchen war angeknockt und hatte mit den ASV-Kontern zu kämpfen.

Zunächst vergab Jonas Schulte die Riesen-Chance und traf völlig frei vor dem leeren Tor nur die Latte, dann machte es erneut Kitahashi besser. Im Duell mit Paulußen hatte der Japaner etwas Glück, da sein Schuss am Jüchener Keeper abprallte, dann jedoch unglücklich von Baris Gürpinar ins eigene Netz gelenkt wurde. Ein Treffer mit Diskussionsstoff: Der Passgeber von Kitahashi stand zuvor klar im Abseits. Dies hatte auch das Schiedsrichtergespann so gesehen - Assistentin Melanie Schönfeld-Wolf hatte die Fahne oben. Doch da der Unparteiische Delil Topcu ein Abfälschen von Yannick Peltzer als neue Spielsituation interpretierte, blieb er bei seiner fragwürdigen Entscheidung.

So war der VfL gefordert, schaffte es jedoch nicht mehr, gefährlich zu werden. Anders der ASV, der einen weiteren Konter zum 3:1-Endstand nutzte. "Es war das Gleiche wie gegen den MSV. In der ersten Hälfte waren bei Mettmann so viele Lücken. Im zweiten Spielabschnitt fehlte komplett der Biss. Da wünsche ich mir auch mal eine Führungsfigur, die die Truppe packt, wenn es mal nicht gut läuft", haderte Jüchens Coach Michele Fasanelli.

Quelle: NGZ
 
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