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Lokalsport
VfL Jüchen/Garzweiler empfängt "Millionentruppe"

Rhein-Kreis. Landesligisten hoffen auf erfolgreichen Jahresabschluss. VdS Nievenheim möchte beim DSC seine Miniserie fortsetzen.

In seinem letzten Meisterschaftsspiel des Jahres trifft Fußball-Landesligist VdS Nievenheim schon heute auf einen direkten Tabellennachbarn. Im Auswärtsspiel gegen den Düsseldorfer SC 99 (Anstoß 15 Uhr) möchte die Truppe von Coach Thorsten Bahr seine aktuelle Miniserie von zwei Siegen in Folge ausbauen und somit einen gelungenen Abschluss unter Dach und Fach bringen. Die vergangenen Erfolge taten den Dormagenern indes gut - nicht nur in der Tabelle haben die Grün-Weißen einen Sprung nach vorne gemacht, auch das Selbstverständnis, mit denen sie nun spielen, ist ein ganz anders.

"Wenn du gewinnst, kommen die Jungs mit einem Lächeln zum Training. Nun wollen wir mit einem Sieg in die Rückrunde starten. Wir freuen uns auf die Partie, mit 26 Punkten würdest du ganz anders in die Vorbereitung gehen", zeigte Bahr sich optimistisch. Der Trainer wurde schon die ganze Saison nicht müde, zu betonen, dass in der Mannschaft das Potenzial steckt, jeden Gegner zu schlagen, doch erst jetzt hat man den Eindruck, dass dieser Glaube auch auf seine Truppe übergesprungen ist.

Die Chancen gegen den DSC 99 stehen gar nicht so schlecht: Die Landeshauptstädter sind sehr gut in die Saison gestartet, haben zuletzt aber umso stärker nachgelassen. Von den vergangenen sechs Ligapartien konnte keine einzige gewonnen werden, lediglich zwei Punkte wurden geholt. Vom hochgepriesenen Offensivduo Derman Disbudak und Bruno Oliveira kommt aktuell zu wenig, die Defensive offenbart große Mängel. Nievenheims Lokal- und Ligarivale VfL Jüchen/Garzweiler empfängt unterdessen im Rather SV einen Mitaufsteiger - der jedoch ganz andere Voraussetzungen hat: Die hochkarätigen Neuzugänge wie Alon Abelski (vergangene Saison noch in der 3. Liga bei der Spielvereinigung Unterhaching) oder Mario Opdenberg finden sich immer besser zurecht. Den Ruf der "Millionentruppe" haben sich die Rather durch ihren Kader erarbeitet. Sieben Spiele in Folge sind sie nun ungeschlagen - das macht in der Endabrechnung den sechsten Tabellenrang.

"Das ist eine tolle Mannschaft. Aber warum sollten wir bei guter Tagesform keine Überraschung schaffen", hofft Jüchens Trainer "Dicky" Otten. Ein schlechtes Omen ist jedoch, dass das Spiel in Jüchen stattfindet! Der VfL steht in der Heimtabelle auf dem vorletzten Rang, in der Auswärtstabelle auf dem zweiten Platz. Gründe hierfür sind nicht wirklich ersichtlich. "Das ist ein Phänomen. Eigentlich machen wir nichts anders, die Philosophie ist die gleiche", so der Coach.

Mit 22 Punkten steht Jüchen gut da. Noch wichtiger als die Anzahl ist jedoch die Art und Weise, wie die Zähler gewonnen wurden. Denn die Saison des VfL läuft alles andere als reibungslos. Da waren Sperren, Verletzungen und teilweise aussichtslos erscheinende Rückstände. Doch all dies brachte den Aufsteiger nicht aus der Bahn. Es scheint unwichtig, wer wo spielt. Otten: "Positiv ist vor allem, dass die Jungen einen Schritt nach vorne gemacht haben. Das macht mir im Gesamtpaket genauso viel Freude, wie die Punkte, die uns niemand mehr nehmen kann".

(pr)
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