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Lokalsport
VfL knackt mit Glück die 20-Punkte-Marke

Rhein-Kreis. Landesliga: Ein kurioses Last-Minute-Tor bringt den Erfolg. Nievenheim und Dormagen unterliegen. Von Patrick Radtke

Manchmal benötigt es auch einfach das Glück des Tüchtigen. Dieses hatten die Kicker des VfL Jüchen/Garzweiler beim wichtigen 1:0-Sieg über den 1. FC Viersen. Lange neutralisierten sich die Landesligisten. Defensiv zeigten sie sich zwar stabil, im Aufbauspiel prägten aber Ungenauigkeiten das Bild. "Es war ein klares 0:0-Spiel. Am Ende hatten wir den Lucky-Punch. Darüber will ich mich aber natürlich nicht beschweren", sagte Jüchens Trainer Sebastian Muyres.

Erst in der 90. Minute schob Thorben Schmitt zum glücklichen 1:0 ein. Vorausgegangen war eine Slapstick-Einlage der Viersener. Ein Abwehrspieler hatte alle Zeit der Welt, schoss aber den heranstürmenden Francesco Sidero gegen den Rücken. Von dort prallte der Ball zu Schmitt. "Von ihm war zuvor nichts zu sehen. Aber wenn es heiß wird, ist das Phantom wieder da", scherzte Muyres. Der VfL hat nun die 20-Punkte-Marke geknackt und ist seit vier Spielen ungeschlagen. Die nächste Aufgabe heißt VdS Nievenheim. Muyres: "Wir haben uns da immer schwergetan, hoffen aber nun, auf Augenhöhe zu sein. Wir nehmen noch jedes Zubrot mit, dass wir vor der Winterpause bekommen können".

Unzufrieden ist der VdS Nievenheim, dessen Serie von zuvor vier ungeschlagenen Spielen nach der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Mönchengladbach beendet ist. Die erste Hälfte ging noch an die Grün-Weißen. Über die Stationen Sebastian Schweers, Yuji Hamano und Kevin Scholz landete die Kugel bei Alexander Hauptmann, der aus zentraler Position per Dropkick zur Führung traf. "Da hatte Mönchengladbach keine Torchance. Im zweiten Spielabschnitt waren sie jedoch klar besser. Wir haben zu wenig investiert und der FC hat uns mit seinen laufstarken und willigen Spielern hinten reingedrückt", kritisierte Coach Thomas Bahr seine Truppe.

Den Erfolg brachten schließlich zwei Standardsituationen: Sowohl nach einem Eckball als auch nach einem Freistoß nutzten die Mönchengladbacher den Nachschuss zum Treffer. "Es ist ärgerlich. Nun stehst du ein wenig auf der Stelle. Gegen einen direkten Konkurrenten hätten wir einen wichtigen Schritt machen können", so Bahr.

Weiterhin ganz düster sieht es für den TSV Bayer Dormagen im Abstiegskampf aus. Gegen den SC Velbert gab es eine herbe 0:4-Niederlage. Robin Hilger brachte Velbert in der 36. Minute auf die Siegerstraße. Als Yannick Schmitz nur zwei Zeigerumdrehungen später die Rote Karte sah, war das Spiel schon so gut wie entschieden. In der zweiten Hälfte hatte Dormagen dem Tabellendritten nichts mehr entgegenzusetzen. Sebastian Altenkamp, Simon Schubeis und Oguzhan Coruk schraubten das Ergebnis in die Höhe. "Wir haben 35 Minuten ganz gut mitgehalten. Da sah es nach einem torlosen Remis zur Halbzeit aus. Als das zweite Gegentor fiel, brechen wir auseinander", räumte Dormagens Co-Trainer Frank Lambertz ein.

Quelle: NGZ
 
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