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Lokalsport
Vier Teams starten im Niederrheinpokal

Rhein-Kreis. Fußball: Morgen Pflichtspielpremiere für Kapellen, Nievenheim, Dormagen und Uedesheim. Von Christos Pasvantis

Ab morgen wird es im Amateurfußball wieder ernst: Vier Kreisvertreter stehen in der ersten Runde des Niederrheinpokals. Favorisiert ist dabei aber eigentlich nur einer.

Der in die Landesliga abgestiegene SC Kapellen trifft um 15 Uhr auf den FC Bocholt, der eine Liga höher jahrelang Stammgast im Erftstadion war. Trainer Oliver Seibert sieht sein Team in optimaler Verfassung: "Die Vorbereitung war wirklich gut und hat richtig Spaß gemacht." Dass die Spieler auch während Seiberts einwöchiger Hochzeitskreuzfahrt ihr Individualprogramm abspulten, sei mithilfe einer Lauf-App dokumentiert worden: "Ich konnte also sehen, dass jeder seine Einheiten voll durchgezogen hat." Wichtig sei zudem die Integration der elf Neuzugänge, hier würden insbesondere der neue Kapitän David Dygacz vorbildlich vorangehen. Vorangehen soll auch Neuzugang Derman Disbudak, der in drei Testspielen sechsmal traf. "Er macht sich überragend", findet Seibert.

Das versucht sicher auch der VdS Nievenheim, der beim Bezirksligisten DJK St. Winfried Kray in Essen antritt. Eine gute Vorbereitung hat der Kapellener Ligakonkurrent aber nicht hinter sich. "Das lief eher katastrophal", sagt Trainer Thomas Bahr. Denn die für den Sommer geplante Erneuerung des Kunstrasenplatzes läuft, gelinde gesagt, schleppend. "Wir konnten den Platz den ganzen Sommer nicht nutzen, aktuell ist seit Wochen nichts passiert. Wir sind sehr dankbar, dass wir in Straberg trainieren durften", sagt Bahr. An eine Fertigstellung sei derzeit nicht zu denken, deswegen versucht der VdS derzeit auch, das Heimrecht für den Landesligaauftakt gegen die SpVg Odenkirchen zu tauschen. Bahr: "Da fühlen wir uns von der Stadt momentan auch etwas alleine gelassen." Weil zudem neun von 20 Spielern nicht zur Verfügung stehen würden, sehe er seinen VdS nicht zwingend in der Favoritenrolle: "St. Winfried hat schon eine gute Truppe zusammen. Die wollen unbedingt aufsteigen und haben letztes Jahr als Bezirksliga-Aufsteiger eine beeindruckende Saison gespielt."

Die wohl weiteste Anreise der ersten Pokalrunde hat indes der Bezirksliga-Absteiger TSV Bayer Dormagen zurückzulegen, der beim A-Ligisten SV Biemenhorst in Bocholt zu Gast ist und dafür 112 Kilometer zurücklegen muss. "Ehrlich gesagt mussten wir Biemenhorst erst googeln. Das ist mindestens eine Stunde Fahrt für uns", meint Coach Frank Lambertz, will aber unbedingt weiter kommen: "Der Niederrheinpokal hat schon einen anderen Reiz als der Kreispokal. Da werden wir Vollgas geben. Irgendwie muss Biemenhorst als A-Ligist aber auch in den Pokal gekommen sein, also werden die nicht schlecht sein."

Bezirksligist SV Uedesheim empfängt Oberligist Ratingen 04/19 und geht als klarer Außenseiter in die Partie. Coach Ingmar Putz gibt sich aber kämpferisch: "Für Ratingen wird es bei uns sicher auch nicht einfach. Gerade so früh in der Saison ist es für uns vielleicht ein Pluspunkt, dass wir eingespielter sind." Landesligist TSV Meerbusch erwartet die Sportfreunde Hamborn.

Quelle: NGZ
 
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