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Lokalsport
Vierfacher Cule reicht der SG Kaarst nicht

Rhein-Kreis. Bezirksliga: Holzheimer SG bleibt im Tabellenkeller hängen, SV Uedesheim befreit sich. Kapellener Reserve siegt klar im Lokalduell. Von Christos Pasvantis

Am siebten Bezirksliga-Spieltag gelingt der SCK-Reserve im Derby auch dank Unterstützung von oben tatsächlich der Befreiungsschlag. Kaarst muss nach einer Achterbahnfahrt enttäuscht sein, während es für Bedburdyck, Holzheim, Gnadental und Delhoven jeweils nichts zu holen gibt.

SC Kapellen II - TuS Grevenbroich 4:1 (2:0). Talfahrt beendet. Der SCK hat nach teils gespenstischen Leistungen in den Vorwochen ausgerechnet im Lokalderby zurück in die Spur gefunden und die rote Laterne der Liga damit an Holzheim weitergegeben. Mit zwei Toren (45./82.), aber auch eines verschossenen Elfmeters, hatte Oberliga-Leihgabe Andrej Hildenberg dabei großen Anteil am Erfolg. Der Stürmer befindet sich nach einer Lungen-OP offensichtlich wieder auf dem Weg der Besserung. Nachdem auch Luca Wünsche Dominguez (25.) und Jan Harth (65.) trafen, war die Erleichterung bei Trainer Torsten Müllers spürbar: "Das war heute endlich wieder eine Mannschaft auf dem Platz. Ich hoffe, dass die Jungs so weitermachen." Und der TuS? Was bei den Schlossstädtern momentan los ist, gibt auch Trainer Hermann-Josef Otten große Rätsel auf: "Ich bin gerade ziemlich konsterniert und auch sehr enttäuscht. Wir haben eine erste Halbzeit gespielt, die in dieser Liga nichts zu suchen hat. Das Ding nehme ich klar auf meine Kappe, ich habe anscheinend nicht die richtigen Worte gefunden." Munzur Cigerli traf zum zwischenzeitlichen 1:3 (67.).

SG Kaarst - MSV Düsseldorf 4:4 (2:0). Viermal Alexander Cule und doch kein Sieg. Obwohl der Stürmer einen sensationellen Tag erwischte (27./30./46./75.) und die SG mit 3:0 führte, reichte es nicht zum Sieg, weil die tapfer kämpfenden Gäste nach der Pause gehörig aufdrehten. Hakan Orhan (52.), Mohamed Benhaddou (74.) und die Abelski-Brüder Alon (80.) und Ben (90.) ließen bitter enttäuschte Gastgeber zurück. Coach Mo Elmimouni sah dennoch das Positive: "Wir haben es lange sehr gut verteidigt, am Ende reicht es aber nicht ganz und wir hätten sogar noch verlieren müssen. Ich finde es gut, dass die Spieler sich jetzt ärgern. Ich bin aber mit einem Punkt gegen die beste Mannschaft der Liga zufrieden."

Holzheimer SG - TuRU Düsseldorf II 0:1 (0:0). Enttäuscht sind sie auch in Holzheim, wo der womöglich erste Abstiegsgipfel der Saison zu Gunsten der Düsseldorfer endete. "Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen", fand Trainer Guido van Schewick, wusste aber, warum sein Team ohne Punkte blieb: "Es ist wieder das alte Problem: Wir haben vor dem Tor einfach nicht das nötige Glück." So scheiterten Yannick Joosten und zweimal Pascal Schneider aus aussichtsreichen Positionen.

SV Uedesheim - SG Unterrath 1:0 (0:0). Den Negativtrend abgewendet hat dagegen Uedesheim, das sich bei seinem Nachwuchsstürmer bedanken darf: Alexander Nuss (18) traf zum Siegtor (58.) und ist aus dem Team eigentlich schon jetzt nicht mehr wegzudenken.

TSV Eller - SG Rommerskirchen/Gilbach 0:0. Auf den erlösenden Sieg wartet die SG weiterhin. Nach einer chancenarmen Partie war Trainer Oliver Lehrbach mit dem Remis aber nicht unzufrieden: "Damit kann ich in unserer aktuellen Situation gut leben. Beide Teams standen kompakt, das ging leider zu Lasten der Offensive."

SSV Berghausen - DJK Gnadental 2:0 (1:0). Jörg Ferber überlegte einen Moment lang. "Ich muss aufpassen, was ich sage", meinte der DJK-Coach. Und lederte dann trotzdem in Richtung Niklas Tietz los: "Was der Schiedsrichter hier gepfiffen hat, war eine absolute Frechheit. Da fällt mir nicht mehr viel zu ein." Zwei glasklare Elfmeter, so Ferber, seien Gnadental verwehrt worden, dazu sah Alen Jakupova eine für ihn unverständliche Gelb-Rote Karte.

Lohausener SV - SV Bedburdyck/Gierath 4:2 (2:1). Zweimal Albert Große Ophoff (33./65.) und Sebastian Stärk (40./67.) versenkten die Gäste, für die Ersin Deniz (3.) und Besart Jashari (85.) trafen.

FC Büderich - FC Delhoven 3:1 (2:0). Auch Delhoven ging leer aus, bis auf das Tor von Max Ohm (50.) sah Trainer Sascha Querbach nicht viel Positives: "Die erste Hälfte haben wir komplett verschlafen und daher auch zu Recht verloren."

Quelle: NGZ
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