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Volle Felder und viel beschäftigte Reiter

Lokalsport: Volle Felder und viel beschäftigte Reiter
Die 17-jährige Lilli-Marie Engels beim Sieg mit der Stute Pagina de mi Vida in Köln. In Neuss starten beide morgen im ersten von insgesamt acht Rennen. FOTO: Tuchel
Neuss. Beim morgigen Galopprenntag auf der Bahn am Hessentor sind erstmals sieben Pferde aus Neusser Ställen am Start. Von Klaus Göntzsche

Wenn morgen ab 17 Uhr die acht Rennen mit exakt 98 Pferden auf der Neusser Galopper-Flutlichtbahn gestartet werden, dann ist das schon im Vorfeld eine logistische Herausforderung besonderer Güte. Die 98 Starter verteilen sich auf 58 verschiedene Trainer aus vielen Teilen Deutschlands, Belgien und den Niederlanden. Viele dieser 58 Trainer reisen im Hänger mit nur einem Pferd an - und alle wollen den besten Stall für ihren Schützling beziehen. Eva-Maria Amdohr im Neusser Sekretariat braucht für die Einteilung nicht nur starke Nerven, sondern auch ein feines Gespür für die oftmals sehr unterschiedliche Stimmungslage der Gäste.

Immerhin kommen diesmal sogar sieben Pferde aus den Ställen der beiden Neusser Trainer Axel Kleinkorres und Katja Gernreich. Wobei die vier Starter für Axel Kleinkorres eine Art persönlicher Rekord sind, meist mied er die Heimatbahn für Aufritte seiner Pferd und bevorzugte die Dortmunder Sandbahn. Im dritten Rennen laufen mit Rich Roofer (Jozef Bojko) und Sakima (Stephen Hellyn) zwei Kleinkorres-Pferde in einem Rennen. Kleinkorres dazu: "Man muss mal sehen, wie beide auf der Sandbahn klarkommen." Für beide Pferde ist es das Debüt auf diesem Untergrund. Mehr Routine auf Sand hat Russian Swing mit Andreas Helfenbein im fünften Rennen. Hier ist die Frage, wie er mit der diesmal kürzeren Distanz von 1900 Metern klarkommt. Es hapert nicht an der Zuverlässigkeit. Für Shoshona mit Stephen Hellyn dürfte es im siebten Rennen schwer werden, gegen den Derbystarter Northsea Star und einige andere Favoriten zu gewinnen. Das gilt auch für Solomeo mit Jozef Bojko aus dem Stall von Katja Gernreich. Die besten Erfolgschancen der drei Gernreich-Starter hat Salimera mit Esther Weißmeier im zweiten Rennen. Es müssen allerdings 13 Gegner bezwungen werden. Bei Arando mit Jozef Bojko im sechsten Rennen hofft die Trainerin auf mehr Kampfgeist im Endkampf als zuletzt.

Die meistbeschäftigten Reiter an diesem Dienstagabend sind Championjockey Filip Minarik und Maxim Pecheur, der Reiter des amtierenden Derbysiegers Windstoß aus dem Gestüt Röttgen. Beide sitzen in allen acht Rennen im Sattel. Je sechs Ritte haben der Jockey-Senior Andreas Helfenbein (50), Jozef Bojko und die erst 17-jährige designierte Amateur-Championesse Lilli-Marie Engels aus Warendorf, die besonders das Vertrauen des niederländischen Trainers und Besitzers Lucien van der Meulen aus Boxmeer gefunden hat. Mit der erstaunlich gesteigerten Stute Kleopatra Kimberly könnte sie im vierten Rennen ihren Sieg vom Neusser Auftakt am 24. Oktober wiederholen.

Ungewöhnlich intensiv reagierte Jan Antony Vogel in seiner Funktion als Chefmanager des Galopper-Dachverbandes in Köln auf den Insolvenzantrag des Mülheimer Rennvereins (die NGZ berichtete). Vogel in einer Presseerklärung: "Ohne dass die beiden Herren des Rumpfpräsidiums es für erforderlich erachtet haben, die weiteren Schritte vorher mit uns zu besprechen, wurden unverantwortliche Entscheidungen getroffen, die zum einen gegen die Interessen des Vereins gerichtet sind und eine große Anzahl von Arbeitsplätzen gefährden. Innerhalb von zwei Tagen hat der Dachverband zuletzt die Durchführung des abgesagten Renntages sichergestellt und dem Verein die notwendigen liquiden Mittel bis einschließlich Dezember 2018 zur Verfügung gestellt, um den Standort für die Durchführung von Rennveranstaltungen und den Trainingsbetrieb zu erhalten."

Quelle: NGZ
 
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