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Kunstturnen
Voss freut sich über Unterstützung

Neuss. Sarah Voss könnte an diesem Wochenende einen Schritt tun, um noch auf den Qualifikationszug für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu qualifizieren. Beim von heute bis Sonntag in Doha ausgetragenen Turn-Weltcup hat die 16 Jahre alte Dormagenerin, die für das Turnzentrum Deutsche Sporthochschule Köln startet, die Chance, sich die Fahrkarte zum Olympia-Qualifikationsturnier in Rio Mitte April oder zu den Europameisterschaften Ende Juni in Bern zu erkämpfen.

Nachdem sie als Reserveturnerin bereits bei der WM im vergangenen Jahr dabei war, hatte ihr der Deutsche Turnerbund die Möglichkeit eines Starts in Doha eröffnet. Der Haken bei der Sache: Sarah Voss muss dort nicht nur auf eigene Kosten starten, sondern auch noch die Reisekosten für eine Trainerin und eine Kampfrichterin aufbringen. Was ihr der Olympiastützpunkt Rheinland, dessen Perspektivteam sie seit Herbst 2015 angehört, jetzt dank seines ausgeklügelten Netzwerkes ermöglichte: "Ich freue mich sehr, dass es uns gemeinsam gelungen ist, Sarahs Olympia-Ambitionen zu unterstützen und ihre enorme Leistungsbereitschaft so auch entsprechend zu würdigen", sagt OSP-Leiter Michael Scharf.

Neben dem Förderverein des Olympiastützpunktes wurden auch die Volker-Staufert-Stiftung, die Partner für Sport und Bildung (PSB) und der Förderverein Olympischer Spitzensport Kunstturnen der Frauen Köln (FOSKF) aktiv. "Da zeigt sich, wie ein engagiertes Netzwerk aus Sport, Bildung, Politik und Wirtschaft funktioniert", sagt Michael Scharf. Der Weg nach Rio ist allerdings noch steinig für Sarah Voss und ihre Teamkolleginnen: Weil die deutschen Turnerinnen mit Platz zwölf bei den Weltmeisterschaften im Oktober in Glasgow die direkte Olympiaqualifikation verpassten, bleibt ihnen jetzt die Möglichkeit, beim Testevent im kommenden Monat in Rio de Janeiro einen der vier Startplätze zu ergattern.

(-vk)
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