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Lokalsport
Wenn der Ball einfach viel zu groß ist

Zwei Niederlagen für Nachwuchs des TSV Bayer Dormagen im Finale. Neusser HV hadert mit sich. Von Dirk Sitterle

Zwei Versuche, zwei Niederlagen. Doch auch nach dem 10:14 der B-Jugend im Finale des Quirinus-Cups gegen den VfL Gummersbach und dem 5:17 der C-Jugend gegen Pick Szeged blieb der als Coach und Jugendkoordinator beim TSV Bayer Dormagen beschäftigte Co-Trainer der deutschen Junioren-Nationalmannschaft Erik Wudtke vollkommen gelassen: "Natürlich ärgert mich das, wenn wir wie bei der B-Jugend elf freie Würfe vergeben. Aber das sind Kinder, die dürfen Fehler machen, zumal sie sonst nie vor so einer Kulisse spielen."

Immerhin wussten die C-Jugendlichen vom Höhenberg sofort, woran es gelegen hatte. "Die Jungs haben sich bei mir beklagt, dass der Ball viel zu groß sei", verriet Wudtke schmunzelnd, vermochte diesen Einwurf allerdings nicht wirklich nachzuvollziehen. "Schließlich hat Szeged doch mit dem gleichen Ball gespielt, oder nicht?" fragte er. Die Ungarn beschäftigten sich mit derlei Problemen erst gar nicht. Zwar gerieten sie durch Treffer von Alexander Koch und Fynn Johannmeyer (2) zunächst mit 1:3 ins Hintertreffen (3.), doch dann gaben die Handball-Künstler um Bruno Bajus (fünf Tore), Marcell Lörincz und Richard Csiki (je 3), der hinterher auch zum besten Feldspieler dieser Altersklasse gekürt wurde, Vollgas: Zwischen der dritten und 25. Minute gelangen dem TSV durch Marcus Neven (4:7/Siebenmeter) und Torben Rückriem (5:17) nur ganze zwei Törchen. Das bestätigte Wudtke in seiner Meinung, "dass uns ein glücklicher Spielplan geholfen hat. ART Düsseldorf, im Halbfinale an Szeged gescheitert, hatte es da deutlich schwerer." TSV: Wolter (bester Torhüter); Hinrichs, Johannmeyer (2), Koch (1), Lange, Mast, Neubauer, Neven (1), Rückriem (1), Weikl, Wennemar, Stuntebeck. Besser im Match war die von David Röhrig betreute B-Jugend, scheiterte im Finale jedoch immer wieder an Gummersbachs Torhüter Joonas Klaama. VfL-Kreisläufer Jonas Stüber markierte sechs Treffer. Wudtke: "Weil wir schon mit dem jüngeren Jahrgang angetreten sind, macht das Hoffnung für die nächste Saison." TSV: Dahmen; Hartmann (2), Kauwetter (1), Köster (2), Kothe (1), Mircic (2), Pelz, Reimer, Winkler (1), Winter (1). Ein bisschen mit dem Schicksal haderte die weibliche B-Jugend des Neusser HV nach ihrer 8:13-Pleite gegen den BSV Sachsen Zwickau. "Ausgerechnet im Finale haben wir unser schlechtestes Spiel gemacht", sagte Trainer Sandra Höfig traurig. Zu welchen Leistungen ihre Mannschaft tatsächlich fähig ist, zeigte sie beim 17:9-Erfolg im Halbfinale über den Haaner TV. Höfig: "Da haben wir Bombe gespielt. Dabei ist Haan eigentlich unser Angstgegner, gegen die haben wir in der Saison zweimal verloren." Im Endspiel jedoch passte dann nicht mehr allzu viel zusammen. "Wir haben hinten nicht zugepackt und vorne viel zu viele offene Würfe vergeben", monierte die Trainerin. Der Schrecken der Neusserinnen hatte Namen: Im Kasten der Sächsinnen ließ Charley Zenner die Angreiferinnen verzweifeln, vor dem NHV-Tor zeigte sich Elena Dubiel mit sieben Treffern abschlussstark. Bis zur 15. Minute (2:10) trafen für Neuss nur Katarina Raspudic (1:3/4.) und Marie Schlösser (2:4/8.). Bereits in der Vorrunde hatte der Neusser HV gegen Zwickau mit 10:13 verloren.

Für Neuss spielten: Hagen, Hergarten; Manthei, Beutler (beste Spielerin/4), Raspudic (1), Körbes, Emmerich, Schlösser (1), Versteeg, Barnett, Eckert (1), Holzke (1), Trueson, Flegel.

Quelle: NGZ
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