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Wevelinghoven zeigt große Schwächen

Lokalsport: Wevelinghoven zeigt große Schwächen
Enteilt: Hackenbroichs Fabio Willeke (l.) war für seine Gegenspieler vom BV Wevelinghoven, hier Benjamin Nowitzky (r.), einfach nicht zu halten und erzielte einen schönen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0. FOTO: Anja Tinter
Hackenbroich. Kreisliga A: Der TuS Hackenbroich besiegt die Gäste aus der Gartenstadt dank eines starken Umschaltspiels und den pfeilschnellen Stürmern Kandora und Willeke. BV-Trainer Ende ist bedient, Heryschek blickt positiv in die Zukunft. Von Felix Strerath

Vor der Partie TuS Hackenbroich gegen den BV Wevelinghoven sprachen beide Trainer von einem "Fußballspiel auf Augenhöhe", doch dies sollte sich zum Bedauern der Gäste nicht bewahrheiten. Hackenbroich besiegt Wevelinghoven mit 3:1 (2:0).

Ein gutes schnelles Umschaltspiel reichte dem TuS gegen die unsortierte Wevelinghovener Abwehr aus. "Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht und zu schnell die Ordnung verloren", räumte BV-Trainer Michael Ende ein. Die quirligen Stürmer Michael Kandora und Fabio Willeke sorgten für große Unsicherheit in der BV-Abwehr. So fiel die Führung von Hackenbroich natürlich über einen Konter. Maik Kaiser und Milton Soares hatten auf der rechten Außenbahn gut kombiniert und Soares war zum Abschluss gekommen. Hackenbroich reagiert schnell, Torwart Kevin Müller brachte den Ball sofort wieder ins Spiel, Kandora wurde gesucht, ließ einen Verteidiger stehen und schob den Ball am Keeper vorbei ins Netz. Ähnlich sollte auch der zweite Hackenbroicher Treffer fallen: Daniel Errens suchte Willeke mit einem Pass in die Spitze, der schlug einen Haken und versenkte den Ball im linken oberen Eck.

So einfach wurden die Gastgeber immer wieder gefährlich. Willeke war in der 30. Minute nur durch ein Foul zu stoppen. BV-Keeper Alexander Höchst konnte froh sein, dass Schiedsrichter Axel Breuer ihn nur mit "Gelb" verwarnte. Über einen Platzverweis wegen einer Notbremse hätte sich wohl auch niemand beschweren können. Kurz vor der Pause hätte Neuzugang Tim Rubink auf 3:0 erhöhen müssen, doch er scheiterte vom Strafstoßpunkt an Höchst. Die Wevelinghovener waren in ihrem Angriffsspiel mehr um Struktur bemüht und versuchten einen ruhigen Aufbau über die Außenbahn, doch Idee und Konsequenz im letzten Spieldrittel blieb völlig aus. Nennenswerte Chancen waren also aufseiten der Gäste Mangelware.

In Hälfte zwei lief es ähnlich ab. Hackenbroich stand zwar etwas tiefer und ließ die Gäste kommen, doch zwingende Torchancen konnte Wevelinghoven nicht kreieren. Nur über Freistöße oder Fernschüsse von Bene Klasen wurde es mal gefährlich vor dem Hackenbroicher Tor. Die Jungs von Trainer Nils Heryschek hätten dabei längst schon erhöhen müssen, doch Kandora und Willekes Treffsicherheit ließ in Hälfte zwei nach. Erst in der Nachspielzeit war der eingewechselte Marco Heryschek noch für die Gastgeber erfolgreich, im Gegenzug verwandelte Dustin Thissen dann einen Strafstoß zum 1:3-Anschlusstreffer.

Wevelinghovens Trainer Ende war bedient: "Ich bin momentan etwas down. Wir haben zu viele Defizite und agieren oft kopflos. Wir müssen unter der Woche viele Gespräche führen." Gegenüber Nils Heryschek war zufrieden: "Wir haben mehr als verdient gewonnen. Wir hätten unsere Konter noch besser auszuspielen können, aber blicken jetzt erst einmal positiv in die Zukunft." Der TuS Hackenbroich rückt mit dem Sieg wieder in die obere Tabellenhälfte, der BV Wevelinghoven bleibt mit nur vier Zählern aus den ersten vier Meisterschaftsspielen unten stecken.

Quelle: NGZ
 
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