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Jörg Bohrmann
"Wir müssen gemeinsam Lösungen erarbeiten"

Neuss. Der Trainer des TSV Bayer Dormagen über die Stimmung nach der Mittwoch-Pleite und das morgige Spiel beim HSC Coburg. Von Volker Koch

Dormagen Viel Zeit, die 20:27-Pleite gegen die HSG Nordhorn von Mittwochabend aufzuarbeiten, blieb den Zweitliga-Handballern des TSV Bayer Dormagen nicht. Bereits morgen (17 Uhr, HUK-Coburg-Arena) steht das Spiel beim Tabellendritten HSC Coburg an. Ein Gespräch mit Trainer Jörg Bohrmann.

Herr Bohrmann, Sie haben am Mittwoch nach dem Spiel deutliche Worte gefunden. Wie haben Ihre Spieler darauf im ersten Training reagiert?

Jörg Bohrmann Zugegeben, ich war sehr emotional und verärgert nach diesem Auftritt, aber ich stehe zu dem, was ich gesagt habe. Mit einer Ergänzung: Natürlich ist es auch uns Trainern nicht gelungen, die richtigen Lösungen zu finden, damit das Spiel anders läuft. Im Nachhinein betrachtet hätte es vielleicht andere Lösungen geben können. Tatsache war: Wir waren alle schlecht, die Bank inbegriffen.

Was folgt daraus?

Bohrmann Daraus folgt, und da haben wir am Donnerstag im Training gesprochen, dass wir gemeinsam Lösungen erarbeiten müssen. Wir hatten ja in der vergangenen Saison und in der Hinrunde ähnlich schwierige Situationen und da hat das funktioniert. Wir müssen uns unseren an sich guten Start in dieses Jahr in Erinnerung bringen. Und wir müssen jetzt nach vorne schauen, das war immer unsere Stärke.

Wenn Sie nach vorne schauen, steht als erstes am Sonntagnachmittag das Spiel in Coburg an. Kann es in der momentanen Situation von Vorteil sein, dass Sie da nichts zu verlieren haben?

Bohrmann Ob das ein Vorteil ist, weiß ich nicht. Fakt ist: Wir sind in Coburg krasser Außenseiter und deshalb können wir ohne Druck spielen. Der einzige Druck kommt von uns selbst, denn wir müssen den Anspruch haben, uns dort besser zu verkaufen als am Mittwoch. Wir müssen beim Tabellendritten keine Punkte, aber wir müssen uns in diesem Spiel Selbstvertrauen holen. Das brauchen wir nämlich in den wichtigen Spielen gegen die direkten Konkurrenten, die danach auf dem Plan stehen.

Woran hapert es denn am meisten in ihrem Team?

Bohrmann Ganz klar am Angriff. Das meinte ich mit den Lösungen, die wir uns gemeinsam erarbeiten müssen - der Angriff muss einfach effektiver werden. Mit 20 Toren werden wir nicht allzu viele Spiele gewinnen, egal, wie gut wir in der Abwehr stehen.

Coburg musste gestern Abend noch in Aue spielen (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor). Kann das für sie von Vorteil sein?

Bohrmann Es ist sicherlich kein Nachteil. Aber darauf kommt es in unserer Situation überhaupt nicht an. Wir müssen uns ganz allein auf uns konzentrieren und mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen.

Quelle: NGZ
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