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Lokalsport
WM-Hoffnung

Dormagen. Trotz einer langen Krankheitspause im Winter darf sich die Dormagener Slalom-Kanutin Anna Faber Hoffnung auf einen Start bei der U23-WM machen Von Volker Koch

Es lief noch nicht alles rund für Anna Faber (Foto) bei den ersten zwei von insgesamt vier Qualifikations-Wettkämpfen für Kanu-WM und Olympische Spiele. Doch damit stand die ehemalige Junioren-Europameisterin vom WSC Bayer Dormagen auf der anspruchsvollen Strecke im Augsburger Eiskanal keineswegs alleine am vergangenen Wochenende. Trotzdem darf sich die 20-Jährige noch Hoffnungen auf einen Platz im U23-Nationalkader und damit auf einen Start bei den Nachwuchs-Weltmeisterschaften vom 13. bis 17. Juli im polnischen Krakau machen.

Dafür muss sie von Freitag bis Sonntag beim dritten und vierten Qualifikationsrennen in Markkleeberg ihre Leistung wiederholen - oder sich nach Möglichkeit noch steigern. Die Rennen auf ihrer "Hausstrecke" in Augsburg bedeuteten den ersten Härtest für die Dormagenerin nach einer langen, Krankheits bedingten Trainingspause im Winter. Dennoch lief es am ersten Tag richtig gut für die 20-Jährige: Im Halbfinale der Leistungsklasse für sie auf Platz acht und damit ins Finale. Hier steigerte sie sich noch einmal und beendete den Tag als Sechste des Gesamtklassements. Tag zwei wurde besonders für die Slalom-Kanutinnen zu einer echten Herausforderung, da sie nicht nur mit einem anspruchsvoll gesteckten Parcours, sondern auch mit schwerem Wasser zu kämpfen hatten. Viele patzten, so auch Anna Faber, die an Tor 22 kurz vor dem Ziel ihren Kurs korrigieren musste, dabei wertvolle Zeit verlor und als Elfte das Finale verpasste. Glück im Unglück für die 20-Jährige: Weil es den meisten Konkurrentinnen nicht besser ging, bleiben für sie als Dritte der U23-Wertung Nationalkader und Weltmeisterschaft in Reichweite.

Das gleiche gilt für ihren Klubkameraden Malte Horn bei den Junioren. Mit Platz drei im Halbfinale am ersten Tag fuhr er ins Finale, verbesserte sich dort um sechs Sekunden und ging als Zweiter in den zweiten Wettkampftag. Der brachte ihm gleich am ersten Tor 50 Strafsekunden durch die Torrichter, ohne die er das Rennen gewonnen hätte. Trotz dieser Hypothek fuhr er noch auf Rang neun, verpasste damit das Finale knapp, kann sich aber in Markkleeberg noch für die Junioren-WM qualifizieren.

Für die anderen Dormagener ging es vor allem darum, Erfahrung zu sammeln: Tobias Horn belegte im Kandier die Plätze 12 und 16, für Anna-Katherina Bolten (13./16.) und Laura Baikowski (12./14.) war es überhaupt der erste Junioren-Wettkampf auf diesem Niveau.

Quelle: NGZ
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