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Bürgerhaus Hackenbroich
200 Besucher bei der Eröffnung des Bürgergartens

Bürgerhaus Hackenbroich: 200 Besucher bei der Eröffnung des Bürgergartens
Mit Stoff umwickelte Bäume markieren den Bürgergarten in Hackenbroich, den Bürgermeister Erik Lierenfeld (M.) jetzt offiziell eröffnete. FOTO: Stadt
Dormagen. Das Hackenbroicher Schützenkönigspaar Olaf Merten und Martina Bergemann, das Brautpaar Sarah und Paula, zahlreiche Schützen, Politiker, Mitglieder des Integrationsrates, Flüchtlinge und viele weitere Gäste versammelten sich am Samstag am Bürgerhaus in Hackenbroich, um den ersten Bürgergarten in Dormagen zu eröffnen. In dem öffentlichen Grünparadies, zu dem auch ein Insekten-Hotel gehört, darf Jeder in Zukunft auch die angebauten Früchte für den eigenen Bedarf mit ernten.

"Das ist eine tolle Aktion: Der Bürgergarten ist für alle da", sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld zu Beginn seines "Hackenbroich-Wochenendes". Nicht nur das Bürgerhaus selbst, auch der Außenbereich soll nun zu "einem Ort der Begegnung und des gegenseitigen Kennenlernens" werden. Durch gemeinsames Gärtnern und Unterhalten soll Integration gelingen: Gemeinsame Aktionen wie Pflanzen, Gießen und Ernten benötigten wenig gemeinsame Sprachkenntnisse oder bisher gemeinsam Erlebtes: "Erfahrene bringen Wissen ein, junge Menschen Kraft, andere Kulturen neue Kenntnisse", fasste er zusammen. Auch das Umweltbewusstsein profitiere. Lierenfeld pflanzte einen Baum, wie auch das Königspaar und das Brautpaar.

Vor knapp 200 Besuchern dankte Bürgermeister Lierenfeld, den auch seine Stellvertreter Hans Sturm und Andreas Behncke begleiteten, den zahlreichen Helfern, die den Bürgergarten möglich gemacht haben: der Stadt Dormagen mit Jugendbildungsbüro und Büro für bürgerschaftliches Engagement, dem Jugendmigrationsdienst der Katholischen Jugendagentur, der über ein Mikroprojekt mit jungen Flüchtlingen wesentlich zum Aufbau des Gartens beigetragen hat, dem "Querbeet-Team", das den ersten Schritt erfolgreich und mit "Herzblut" unternommen hat, sowie allen engagierten Akteuren. Finanziert wurde der Bürgergarten über "Jugend stärken im Quartier" des Bundes und den Europäischen Sozialfonds in Verbindung mit der Stadt.

Am Sonntag beim Festkommers der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Hackenbroich-Hackhausen lobte der Bürgermeister auch die "allseits beliebte Rentnerband, die den Bürgergarten mitgestaltet hat" und stellte noch eine "Kleinigkeit" der Stadt als Dank in Aussicht. Auch Bärbel Breuer, Leiterin des Büros für bürgerschaftliches Engagement, ist begeistert. Ihr gefällt die Mischung aus "Ur-Hackenbroichern", Migranten, die schon lange dort leben, und Flüchtlingen aus dem "Café Grenzenlos", die nun alle bei "Querbeet"zusammen kommen: "Der Bürgergarten ist nur der Anfang", berichtet Breuer: "Es gibt Ideen, einen Friedensgarten anzulegen, die KJT spricht mit Studenten der Kunsthochschule über eine Skulptur zum ,Brückenbau', und eine Bank soll das Verweilen und den Dialog noch weiter fördern." cw-

Quelle: NGZ
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