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Biologische Station
2000 Liter Saft aus mobiler Presse

Dormagen. Es war eine Premiere und gleich ein voller Erfolg, den die Biologische Station für sich verbuchen konnte: Zum ersten Mal hatte das dort ansässige Haus der Natur Eigentümern von Obstwiesen und Apfelbaumbesitzern die Gelegenheit gegeben, ihr Obst zu einer mobilen Saftpresse nach Knechtsteden zu bringen. Die Biologische Station hatte eine mobile Kelterei organisiert, und so konnten die zahlreichen Bürger, Naturschutzverbände und Initiativen den Saft ihrer eigenen Äpfel gegen einen kleinen Kostenbeitrag mit nach Hause nehmen. Dieses Angebot wurde auch ausgesprochen rege aufgenommen.

Insgesamt wurden an diesem Tag laut Michael Stevens, Leiter der Biologischen Station, über 2000 Liter Saft hergestellt und verpackt. "Aus 100 Kilogramm Äpfel können 60 bis 70 Liter Apfelsaft gewonnen werden." Die Früchte bestimmen die Qualität des Saftes. Je mehr verschiedene Apfelsorten gemischt werden, umso aromatischer wird der Saft. Die Zugabe von anderen Früchten wie z. B. Birnen kann zu einer Geschmacksverbesserung beitragen. Die heute selten gewordenen Obstwiesen mit Hochstämmen sind ein wesentlicher Bestandteil der niederrheinischen Kulturlandschaft. Der dauerhafte Erhalt des "grünen Kulturgutes" Obstwiese, die Bewahrung lokaler Obstsorten und der Naturschutz auf den Flächen sind Ziele der Obstwiesen-Initiative der Biologischen Station. "Dazu sind auch langfristige Nutzungskonzepte notwendig", so Stevens. Die Herstellung von Apfelsaft ist eine gute Möglichkeit, die reifen, bisweilen großen Obstmengen sinnvoll zu verwerten und lagerfähig zu machen.

Quelle: NGZ
 
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