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Grevenbroich
Alles andere als fad und trocken: Museumsbesuche

Grevenbroich: Alles andere als fad und trocken: Museumsbesuche
Mal des Lebens goldener Baum, dann Raketen, Porträtmalerei oder Drucktechniken: In der Villa Erckens wird für den Nachwuchs viel zum Mitmachen angeboten. FOTO: Thomas Wolff
Neuss. Heerscharen von Jugendlichen gelobten Besserung, auch bei noch gar nicht begangenen Missetaten, wenn sie doch bloß vom Museumsbesuch verschont blieben. Bei dem, was die Macher der Villa Erckens sich immer mal wieder einfallen lassen, ist das Gegenteil der Fall: der Nachwuchs kommt gerne. "Die Förderung und Etablierung der Erlebniswelt Museum für Kinder und Jugendliche ist ein wichtiger Baustein im Museumskonzept", sagen die Organisatoren um Stefan Pelzer-Florack, Fachbereichsleiter Kultur. Mit spannender Aufbereitung in Begleitung von Museumspädagogen werden die Kleinen für Kultur begeistert. Synonym für die Wissbegierde ist das villen-eigene Maskottchen Ercki. Das putzige Eichhorn streunt nicht nur durch die Parkanlagen am Museum, sondern begleitet auch Sommerangebote, die zuweilen in ferne Galaxien führen. So wie am heutigen Donnerstag um 15 Uhr. Denn im Juli 1969 schoss eine Rakete gen Himmel, aus der fünf Tage später Neil Armstrong die Leiter hinab stieg und dann auf dem pudrigen Boden des Mondes aufsetzte. Zum Jahrestag der Mondlandung gibt es einen Bastelworkshop zum Thema "Raketen". Dabei wird nicht bloß eine Mondrakete gearbeitet, sondern allerlei Wissenswertes über sie und ihre Funktion vermittelt. Für Kinder von fünf bis acht Jahren, Eintritt vier Euro, Dauer etwa ein bis anderthalb Stunden. Auch Mittwoch, 26. Juli, 15 Uhr, lernt der Nachwuchs Praktisches. Anlässlich der aktuellen Ralf-Scherfose-Schau "Menschenbilder aus 25 Jahren" geht es um die Kunst des Porträts. Der berühmte Otto Dix zum Beispiel kannte ja in seinen Porträts keine Gnade. Jede Schwäche arbeitete er schonungslos-akribisch heraus. In diesem Mal- und Bastelworkshop steht die Selbstbespiegelung als Studie und notwendige Voraussetzung der Selbstwahrnehmung ausdrücklich im Mittelpunkt, ehe Techniken zur Porträtzeichnung vermittelt werden. Für Kinder von acht bis 14 Jahren, Eintritt vier Euro, Dauer etwa zwei Stunden.

Die Erfindung des Buchdrucks und Johannes Gutenberg waren eine Revolution in der Reformationszeit. Was es außerdem für Druckwerke gibt, wie die Kunst des Druckens selbst angewandt werden kann und welche Rolle Timing und Technik bei diesem Verfahren spielen, soll Samstag, 29. Juli, 13 Uhr, im Workshop "Druckwerke" vermittelt werden. Für Kinder von sechs bis zwölf Jahren, Eintritt acht Euro, Dauer zwei bis drei Stunden.

Und plätschernd-maritim wird es Donnerstag, 3. .August, 15 Uhr beim Kinderbasteln. Passend zur heißen Sommerzeit geht es virtuell ins Wasser. Dann werden eigene Fische, Seepferdchen oder Haie gebastelt. Für Kinder von vier bis acht Jahren, Dauer etwa eine Stunde, Eintritt vier Euro. Valeska von Dolega

Quelle: NGZ
 
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