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Verein "himmelblaue Traumfabrik"
Benefizkonzert mit Welthits im Orchestersound

Neuss. Klassik trifft Kulthits der 60er Jahre: Ein Genre- und Generationen-übergreifendes Benefizkonzert hat am Samstagabend Alt und Jung gleichermaßen begeistert. Das lag zum einen an dem außergewöhnlichen Cross-over-Programm, das "Sinfo!", das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Neuss, und die Sixties-Band "Fun" gemeinsam auf die Beine stellten. Zum anderen kurbelte ein wohltätiger Zweck den Kartenverkauf an: Nach einer erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr hatten die Damen des gemeinnützigen Vereins "Himmelblaue Traumfabrik" dieses Cross-over-Konzert unter dem Titel "A Night in White Satin" erneut im Zeughaus organisiert, "um Neusser Kindern aus bedürftigen Familien Wünsche zu erfüllen", erklärte Vereinsmitglied Marlies Wisbert.

"Das Kontrastprogramm als Mischung aus Moderne und Klassik macht den Reiz des Konzerts aus. Und Kindern in Not zu helfen ist uns ein besonderes Anliegen", sagten Achim und Gaby Tilmes, die das Konzert zum zweiten Mal besuchten. Gleich zu Beginn sprang der Funke aufs Publikum über, als die etwa 50 jungen Musiker des Jugendsinfonieorchesters unter der Leitung von Ralf Beckers die Ouvertüre von Orpheus in der Unterwelt spielten. Abgelöst wurden sie von den älteren Herrschaften der Band "Fun", als Leadsänger und WDR-4-Moderator Günter vom Dorp mit "Winter's Tale" von Mike Batt erst besinnliche und anschließend mit "All my loving" von den Beatles sogar ausgelassene Stimmung verbreitete.

Die begeisterten Zuhören kamen in den Genuss von 20 Stücken, plus zwei Zugaben, mit vielen erstklassigen Solo-Darbietungen: Unter anderem spielte der junge Neusser Hornist Max Linßen in der "Vilanelle für Horn und Orchester"; der Sänger Rob Sure aus Mönchengladbach unternahm mit dem Song "Viva la Vida" von Coldplay einen kurzen Abstecher ins 21. Jahrhundert und Günter vom Dorp gab unter anderem "Night in White Satin" von den "Moody Blues" und "You are so beautiful" als Hommage an die im Dezember 2014 verstorbene Rock- und Blueslegende Joe Cocker zum Besten.

Dass sich ein Konzert mit Klassik, Rock und Pop hervorragend für den guten Zweck eignet, stellten die Mitglieder der "Himmelblauen Traumfabrik" zum zweiten Mal fest: Erneut wurden alle Tickets verkauft.

Die Erlöse fließen vor allem in die evangelische Pfarrgemeinde in Weckhoven, wo Nähkurse und eine Fahrradwerkstatt organisiert wurden, und in die Kinder- und Jugendeinrichtung "Offene Tür" im Barbaraviertel. "Wir wollen Kindern aus sozial schwachen Familien Hilfe zur Selbsthilfe anbieten", erklärt Christine Baumeister, die das Konzert initiiert hat. Julia Rommelfanger

Quelle: NGZ
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