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Zwei Jahre Nach Typisierungsaktion
Bennett (4) braucht keine Chemotherapie mehr

Zwei Jahre Nach Typisierungsaktion: Bennett (4) braucht keine Chemotherapie mehr
Der vierjährige Bennett freut sich, dass er nun wie andere Kinder spielen und toben darf. Zwei Jahre lang war sein Leben durch Chemotherapie bestimmt. Nun geht er in die Kita. FOTO: L. Zapp
Dormagen. Vor fast zwei Jahren beteiligten sich 2350 Dormagener an der Typisierungsaktion mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei Düsseldorf in Nievenheim, wo Brudermeister Detlef Spitzenberg für die St.-Sebastianus-Bruderschaft an ihrem Schützenfest-Wochenende im Juli 2015 zur "Schützen-Hilfe" für den an Blutkrebs erkrankten Bennett aufgerufen hatte. Der heute viereinhalbjährige Nievenheimer hat nun am Dienstag die zwei Jahre kraftraubende Chemotherapie hinter sich gebracht.

"Darüber sind wir sehr glücklich", erklärt seine Mutter Peggy Bussmann (38). Die letzte Chemo war "heftig, sein Körper hat mit Übergeben und Krupp-Anfall reagiert, aber abends war es wieder besser, auch wenn wir seine Party mit Freunden leider absagen mussten", berichtet sie. Das Wichtigste: "Es geht Bennett jetzt gut, er kann wieder wie ein ganz normales Kind spielen. Wir hoffen, dass Bennett nie wieder mit dem Thema Krebs in Berührung kommt und endlich Kind sein kann!"

Seit ein paar Wochen geht Bennett auch in den Kindergarten, allerdings hatte er da am Anfang durch sein geschwächtes Immunsystem mit einigen Krankheiten zu kämpfen. "Das soll jetzt immer besser werden, in drei Monaten sollte sein Immunsystem wieder so stabilisiert sein, dass er auch geimpft werden kann", hofft seine Mutter, die sich bei allen bedankt, "die uns in der schweren Zeit unterstützt haben. Es ist schön, so gute Freunde, Familie und Bekannte zu haben!" Regen Anteil an der Entwicklung nehmen die Nievenheimer Schützen, speziell für Kassierer Stefan Schillings ist es "eine Herzensangelegenheit geworden, über diesen starken kleinen Mann zu berichten", wie er die Schützen informierte. Ohne Bennett wäre er mit dem Thema Typisierung nicht so stark in Berührung gekommen - und "hätte mit Sicherheit auch heute noch keinen Spenderausweis". Auch wenn Bennett selbst keine Knochenmarkspende benötigt hat, konnten doch aus der Typisierungsaktion heraus mehrere Spender für andere Kranke gefunden werden. "Das macht mich stolz", meint Schillings, der sich sehr freuen würde, wenn Bennett irgendwann zu den Edelknaben käme. "Wenn er das später möchte, habe ich nichts dagegen", sagt Bennetts Mutter lachend. Carina Wernig

Quelle: NGZ
 
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