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Diamanthochzeit
Das Interesse an neuen Kulturen hält die Jubilare jung

Dormagen. Das Geheimnis einer langen glücklichen Ehe, Christine und Walter Meier formulieren es so: "Wir machen viel gemeinsam, aber jeder hat auch Zeiten für eigene Aktivitäten." Mit diesem Rezept sind die rüstigen Senioren stets gut gefahren: Heute feiern sie Diamanthochzeit. Den Bund fürs Leben schlossen Christine und Walter Meier am 2. August 1957 in Köln-Worringen, Christines Heimatort.

Da kannten sich beide sechs Jahre - "es war unsere erste Liebe" -, hatten mit Bayer auch den gleichen Arbeitgeber gehabt. Nach der Lehre zum Maschinenbauer zog es Walter Meier nach Köln zu Ford, wo er nach dem Meister in der Abendschule auch ein Ingenieurstudium absolvierte, danach beruflich viel reiste. Drei Kinder wurden geboren, für die Christine sorgte, ebenso für die Eltern, Schwiegereltern und das Haus an der Römerstraße.

Sie habe ihrem Mann "immer den Rücken freigehalten", sagt die 82-Jährige. Zeit für gemeinsame Unternehmungen kam, als Walter Meier Mitte der Neunziger Jahre in den Vorruhestand trat. Das eigene Segelboot wurde ihr Zuhause, Atlantik, Mittelmeer und Nordsee zum heimischen Revier. Seit fünf Jahren sind die Meiers, stets hungrig auf neue Kulturen und Eindrücke, mal auf größeren Dampfern, meist aber zu Lande unterwegs.

Sie haben die USA, Mexiko, Namibia, Schottland, Irland und die kanarischen Inseln bereist. "Solange wir körperlich können, wollen wir uns etwas ansehen", sagt Christine. Walter Meier spielt seit fast 70 Jahren Handball, ist vielen Dormagenern durch seine Vorstandsarbeit beim TSV und sein Engagement als Schiedsrichter bekannt. Das Paar schwimmt und radelt regelmäßig, sie liebt den Worringer Karneval, beide genießen gerne Kultur in der Stadt mit K.

Ein Quell der Energie ist die Familie mit drei Kindern, sechs Enkeln und vier Urenkeln. Wenn alle zusammenkommen an der Florastraße, "dann hole ich die lange Tafel aus dem Keller, die ich dafür gebaut habe", lacht Meier. Am Freitag feiern die Meiers mit einer Polterhochzeit im Hof am Haus, die Familie kommt am Sonntag im "Ragusa" zusammen.

(-fg)
 
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